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Erzählen Geschichten der neuen Altstadt: Julia Söhngen und Bernd Buchterkirch.

Literatur

101 neue Altstadtorte in Frankfurt

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Vom Parkhaus bis zur Paulskirche - ein neues Buch stellt 101 Orte rund um das Dom-Römer-Areal vor.

Sie misst nur knapp 7000 Quadratmeter. Und doch lassen sich in der neuen Altstadt und an ihren Rändern über das Dom-Römer-Areal hinaus mehr als 100 Orte entdecken, die zum Verweilen einladen. „101 Neue Altstadtorte in Frankfurt“ stellen Bernd Buchterkirch und Julia Söhngen in einem nun im Societäts-Verlag erscheinenden Stadtführer auf jeweils einer Doppelseite mit kurzem Text und Foto vor.

„Dieser ganze Stadtteil entwickelt sich massiv, auch an seinen Grenzen gibt es tolle Sachen zu entdecken, es wäre ja schade, wenn die Leute an der Stadtteilgrenze einfach anhalten“, sagt Autor Buchterkirch. Die bestehende „101 Orte“-Buchreihe des Verlags habe die Struktur vorgegeben. Sonst, ergänzt Co-Autorin Söhngen, „hätten wir auch 200 Orte finden können. Aber es hat uns gereizt, definieren zu können, wo wir die Grenze ziehen.“

Rein räumlich ist das Duo großzügig vorgegangen und stellt beispielsweise auch die Alte Brücke und den Ausstellungsort Portikus, den Alten Jüdischen Friedhof an der Battonnstraße oder das Literaturhaus an der Schönen Aussicht vor. Und auch inhaltlich ist der Bogen weit gespannt: Da stehen historisch bedeutsame Sehenswürdigkeiten wie die Paulskirche und der Kaisersaal neben Traditionsgeschäften und Cafés wie „Fisch Franke“ oder „Kaffee Wacker“, Kultureinrichtungen wie Schirn, MMK oder Zentralbibliothek und ganz profanen Orten wie der Toiletten-Anlage am Paulsplatz oder Parkhäusern.

Bernd Buchterkirch, Julia Söhngen: 101 neue Altstadtorte in Frankfurt. Societäts-Verlag 2019, 220 Seiten, 14 Euro.

Denn auch zu denen lassen sich Geschichten erzählen, beweisen Söhngen und Buchterkirch. So führen sie ihre Leserinnen und Leser etwa zum Wandgemälde Benno Walldorfs im Dom-Römer-Parkhaus, das der Künstler einst für das Technische Rathaus anfertigte, welches der neuen Altstadt weichen musste. Oder erzählen, dass das Parkhaus Hauptwache bei seiner Eröffnung 1956 das erste Deutschlands war.

Aber natürlich werden auch die Häuser der neuen Altstadt selbst ausführlich vorgestellt. Söhngen und Buchterkirch schreiben über den Krönungsweg, über die Goldene Waage, über das Torhaus oder einzelne Details wie die Madonna am Steinernen Haus oder die alten Waschbeton-Bruchstücke des Technischen Rathauses, die in die Fassade des Hauses Großer Rebstock integriert wurden.

Ansprechen wollen sie damit in erster Linie Gäste von außerhalb, die vielleicht nur kurz in Frankfurt vorbeischauen und mit dem Buch einen Anreiz haben, das neu gestaltete Quartier zu erkunden. Aber auch Einheimische und Menschen aus dem Frankfurter Umland könnten Neues über den Stadtteil erfahren, sagt Societäts-Verlagsleiter René Heinen.

Am Donnerstag, 29. August, um 19.30 Uhr können Interessierte mit Buchterkirch und Söhngen bei der Buchpremiere im Bibliothekszentrum Sachsenhausen, Hedderichstraße 32, ins Gespräch kommen – der Eintritt sowie eine Brezel und ein Stöffche sind gratis (Anmeldung unter sachsenhausen@stadtbuecherei.frankfurt.de).

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