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Die Haltestelle Musterschule und die Eckenheimer Landstraße nach den Plänen der VGF aus dem Sommer 2015.
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Die Haltestelle Musterschule und die Eckenheimer Landstraße nach den Plänen der VGF aus dem Sommer 2015.

U5 Eckenheimer Landstraße

Neubau von Stationen genehmigt

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Der umstrittene Neubau der Haltestellen Musterschule und Glauburgstraße an der Eckenheimer Landstraße kann im März 2016 beginnen. Mit der Unterschrift des Regierungspräsidiums Darmstadt endet eine lange Serie von Änderungen und Nachbesserungen an beiden Stationen.

Kaum hatte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) im Verkehrsausschuss am Dienstag den Satz beendet, der Neubau der Stationen Musterschule und Glauburgstraße sei genehmigt, da lächelte VGF-Geschäftsführer Michael Budig ganz beglückt. Die beiden Haltestellen sollen von März bis August 2016 entstehen. Mit der Unterschrift des Regierungspräsidiums Darmstadt endet eine lange Serie von Änderungen und Nachbesserungen an den beiden Stationen.

Zuletzt hatte die Bürgerinitiative „Die bessere Alternative“ auf Sicherheitsrisiken aufmerksam gemacht, vor allem an der Haltestelle Musterschule stadteinwärts. Dort, wo der Radweg verlaufen soll, seien nur drei Meter Platz zur Hauswand. Fußgänger, Fahrgäste, Radfahrer kämen in Konflikt. Den Vorschlag der Initiative, ein Neubau der Station im Anlagenring am Scheffeleck, schmetterten die Stadtverordneten ab. Die Musterschüler würden dann über die schlecht einsehbare Kreuzung laufen, womöglich bei Rot, ein wahres Sicherheitsrisiko.

In den Jahren zuvor hatte sich der Neubau aus anderen Gründen verzögert. Einst sollten die Haltestellen in Mittellage der Eckenheimer Landstraße entstehen. Dagegen liefen Anwohner Sturm, die eine Zerschneidung wie auf der Eschersheimer Landstraße befürchteten. Politisch diskutiert wurde, ob überhaupt eine U-Bahn fahren soll oder nicht lieber eine Straßenbahn übers Scheffeleck in die Altstadt. „Die hätte aber den Pendlerverkehr morgens und abends nicht aufnehmen können“, sagte Helmut Heuser, der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion.

„Wir haben für diese nicht ganz einfache Stelle einen guten Kompromiss gefunden“, sagte Dorothee Allekotte vom Straßenverkehrsamt im Verkehrsausschuss. „Bitte bauen Sie keine Tempo-Blocker ein“, forderte Bertram Giebeler, der verkehrspolitische Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Frankfurt.

Nachbesserungen nach Gutachten

Symbole auf der Straße oder ein andersfarbiger Straßenbelag könnten die Radfahrer veranlassen, ihr Tempo zu drosseln, hatte Karlheinz Lebisch, der Chef für Infrastruktur bei der VGF, in Aussicht gestellt. Eine weitere Nachbesserung aufgrund des Gutachtens sei ein „taktiles System“, das auf die „Stufe im Rücken der Station“ aufmerksam mache, sagte Budig.

Das Besondere an den beiden Stationen ist, dass sie in den engen Straßenraum integriert werden müssen. Die VGF hat vor, die Bahnsteige nur im mittleren Teil barrierefrei zu errichten. Am Anfang und Ende der Stationen befinden sich schräg verlaufenden Rampen und Treppen. Hannes Heiler von der Frankfurter Behindertenarbeitsgemeinschaft FBAG sagte, er vermisse optische Hinweise, wo man gefahrlos aus- und einsteigen könne.

Auch ändert die Stadt die Verkehrsführung in den rechts und links der Stationen liegenden Straßen. So fällt etwa die Zufahrt von der Eckenheimer Landstraße in die Hebelstraße weg, was Gewerbetreibende ärgert. Gegen die Pläne wehrt sich weiterhin die Bürgerinitiative. Die hatte ihr Erscheinen im Verkehrsausschuss zwar angekündigt, kam aber nicht.

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