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Netzwerk Paulskirche in Frankfurt: Virtuelles Jugendparlament

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Die Jugend kann sich spielerisch mit der Paulskirche auseinandersetzen, etwa bei den „Frankfurter Tage der Demokratie“ 2023. Renate Hoyer
Die Jugend kann sich spielerisch mit der Paulskirche auseinandersetzen, etwa bei den „Frankfurter Tage der Demokratie“ 2023. Renate Hoyer © Renate Hoyer

Das Netzwerk Paulskirche in Frankfurt plant etwa 30 Projekte in den kommenden beiden Jahren. Anlass ist das Paulskirche-Jubiläum.

Ein Arbeitskreis in Frankfurt plant seit drei Jahren ein Jugendparlament – das Netzwerk Paulskirche beschleunigt diesen Prozess nun radikal. 360 Jugendliche aus Frankfurt und seinen Partnerstädten wollen die Politik städteübergreifend vorantreiben. Die Mitglieder des Parlaments lassen sich an ihren Schulen wählen, vernetzen sich virtuell und erarbeiten gemeinsame Ziele – wie zivilgesellschaftliche Projekte.

Das virtuelle Jugendparlament ist eines von etwa 30 Projekten, welches das Netzwerk Paulskirche vorgestellt hat. Die Veranstaltungen beginnen in diesem Jahr, finden einen Höhepunkt in den „Frankfurter Tagen der Demokratie (12. bis 17.Mai 2023) und laufen bis 2024 weiter, wenn sich die Paulskirchenverfassung zum 175. Mal jährt.

Mitmachen

Das Netzwerk Paulskirche ist offen für neue Mitglieder und Ideen. Einbringen kann man sich, in dem man per E-Mail-Kontakt aufnimmt: hallo@netzwerk-paulskirche.de

Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen können sich im Freundeskreis des Netzwerks Paulskirche finanziell beteiligen. Infos zum Freundeskreis und allen Projekten: netzwerk-paulskirche.de fle

„Escape Bubbles“ (Flucht-Blasen) heißt ein weiteres Projekt. In Anlehnung an das Spiel „Escape Room“ (Flucht-Raum) stehen mobile Boxen im öffentlichen Raum. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich in die Räume begeben, finden sich in Filterblasen wieder, denen sie nur entkommen können, wenn sie deren Rätsel lösen.

Beim Projekt „democracy@risk“ (gefährdete Demokratie) ist ein eineinhalb Tage langes Festival für Film, Literatur und Politik geplant, das sich mit dem Gegensatz von Demokratie und Autoritarismus auseinandersetzt.

Die Initiative Frankfurt Postkolonial plant Rundgänge durch Frankfurt zu Personen und Geschichten aus der Kolonialzeit. Ein Workshop wird post- und dekoloniale Perspektiven zur deutschen Demokratiegeschichte diskutieren. „Wir wollen uns aktiv mit Demokratie auseinandersetzen, nach dem Motto: Demokratie ist stets im Kommen“, sagte Dominik Herold, ein Mitorganisator im Netzwerk Paulskirche. Der Demokratiewagen, der derzeit umgebaut werde, fahre bald wieder durch die Stadtteile, um einen experimentellen Umgang mit Demokratie zu ermöglichen.

Auf einem Internationalen Symposium werden von 1. bis 3. Oktober etwa 100 Menschen aus der ganzen Welt zusammenkommen, um über „Kosmopolitismus von unten“ zu diskutieren. Der Auftakt ist in der Paulskirche, die weiteren Debatten finden im Offenen Haus der Kulturen, dem Studierendenhaus in Bockenheim, statt. Das Symposium ist Wegbereiter für ein „Vorparlament“, das im Mai 2023 stattfinden soll, und eine globale Versammlung im Jahr 2024. Das Symposium wird vom „Utopischen Raum im globalen Frankfurt“ veranstaltet, einer Kooperation der Stiftung Medico International, des Instituts für Sozialforschung und der Frankfurter Rundschau. Die Stadt Frankfurt stellt 3,5 Millionen Euro für die Festlichkeiten rund ums Paulskirche-Jubiläum bereit. Eine Million geht ans Netzwerk Paulskirche. Doch der Bedarf sei doppelt so hoch, sagte Paula Macedo Weiss, die um Spenden warb.

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