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FR-Preview im Cinema am Roßmarkt: 200 Leser sehen vorab den Film "Aufbruch zum Mond".

FR-Preview

Das Leben eines Astronauten

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FR-Leser schauen Preview des Films „Aufbruch zum Mond“. Ab Donnerstag ist der Film in den Kinos zu sehen.

Am Anfang waren nur Funkgespräche zu hören. Neil Armstrong nahm Kontakt zum Kontrollzentrum im US-amerikanischen Houston auf. Dann sagte der Astronaut den legendären Satz, an den sich die Menschen bis heute erinnern: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit.“ Als erster Mensch betrat Armstrong am 21. Juli 1969 den Mond.

Keine Stelle musste Schauspieler Ryan Gosling während der Dreharbeiten zum Film „Aufbruch zum Mond“ wahrscheinlich häufiger wiederholen als diesen Satz. In der Filmbiografie über Armstrong spielt der Hollywood-Star die Hauptrolle. Ab Donnerstag ist der 142-minütige Film in den deutschen Kinos zu sehen. FR-Leser durften den Film schon vorab gucken. Für die Preview am Montagabend im Cinema am Roßmarkt verloste die Frankfurter Rundschau 100 x 2 Freikarten.

Einer der Gewinner ist Helmut Wiegand. Als die Raumfahrtmission Apollo 11 den Mond erreichte, saß der damals 19-Jährige wie über 500 Millionen andere Menschen weltweit vor dem Fernseher. „Ich habe mir damals einen Tag Urlaub genommen. Das war schon etwas Besonderes“, erzählt Wiegand rückblickend.

Um 03:56 Uhr deutscher Zeit sprach Armstrong seine berühmten Worte. Die Übertragung lief noch in Schwarz-Weiß, erinnert sich Wiegand. Er ist mit Wolfgang Kropp zur Voraufführung gekommen. Der 20-Jährige Kropp verfolgte die Mondlandung im Radio: „Damals war ich empört. Für mich war das pure Geldverschwendung. Da wurden Milliarden verpulvert und das alles getrieben von dem Wettbewerb zwischen den Amerikanern und der Sowjetunion.“

Interessant fand Kropp die Verschwörungstheorien, die die Mondlandung seither begleiteten. Heute glaube er nicht mehr daran, dass die damaligen Ereignisse in einem Produktionsstudio in den USA gedreht wurden.

„Aufbruch zum Mond“, unter der Regie des 33-jährigen Oscarpreisträgers Damien Chazelle, blickt hinter die Kulissen der Mondlandung und zeigt das Leben Armstrongs außerhalb der Raumfahrtmission in der Zeit von 1961 bis 1969. Nach dem Tod seiner zweijährigen Tochter Karen im April 1962, entscheidet Armstrong, sich für das Astronautenprogramm der NASA zu bewerben.

Die Geschichte hinter dem Astronauten beeindruckte Stefanie Roy (57). Sie ist am Montagabend mit ihrem Mann Jürgen (58) zur Preview gekommen. „Ich habe mir vorher keine Gedanken darüber gemacht, wie sich wohl Frau Armstrong gefühlt haben muss. Im Hinterkopf bleibt die Frage, kommt mein Mann wieder zurück?“

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