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Odette Maniema Krempin - einst der Liebling der Frankfurter Gesellschaft.

Prominente in Frankfurt

Tod einer Prinzessin

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Odette Maniema Krempin stirbt mit 42 im Kongo. Die frühere Honorarkonsulin der demokratischen Republik Kongo war einst der Liebling der Frankfurter Gesellschaft. Doch ein Spenden-Skandal änderte das.

Auf diesem Foto in ihrer Seckbacher Villa sieht Prinzessin Odette Maniema Krempin aus wie eine Schwester von Naomi Campbell. Jetzt ist der erst gefeierte, dann verstoßene Liebling der Frankfurter Gesellschaft mit nur 42 Jahren, so zumindest ihr offizielles Alter, völlig abgemagert in einem Provinzkrankenhaus in ihrer Heimat Kongo gestorben. Das berichtete die „Bild“-Zeitung am Freitag. Die genaue Todesursache ist bislang unklar.

Ihre Geschichte klingt wie einer Mischung aus Telenovela und Thriller: Im Jahr 2007 kommt die angebliche Prinzessin als Honorarkonsulin der demokratischen Republik Kongo nach Frankfurt. Sie feiert im Schloss Bellevue, organisiert Charity-Events und gründet dann auch den Verein „Deutsch-afrikanisches Jugendwerk“. Ende 2009 ermittelt die Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen Spendenbetrugs, die „Kongo-Prinzessin“ fällt in Ungnade. 2011 werden die Ermittlungen gegen sie eingestellt. Trotzdem wurde ihr der Titel als Honorarkonsulin entzogen. Dann landet sie 2014 wieder in den Schlagzeilen: Ein Frankfurter Anwalt soll aus Liebe zu ihr – laut „Bild“-Zeitung war er ihr sogar hörig – Mandantengelder veruntreut haben.

2015 verschwindet ihr belgischer Lebensgefährte im Kongo. Sie wird mit internationalem Haftbefehl gesucht. 550 Dollar soll ihre Überführung ins Leichenhaus gekostet haben.

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