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Hans-Peter Burggraf von der Baumschule spricht über die Bäume im Grüneburgpark.
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Hans-Peter Burggraf von der Baumschule spricht über die Bäume im Grüneburgpark.

Westend

Der Name der Linde

  • Johannes Vetter
    VonJohannes Vetter
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Die ersten 40 Info-Schilder für Bäume im Grüneburgpark sind angebracht. Auch die Parkerneuerung ist in vollem Gange. Der zweiter Bauabschnitt, bei dem ein neuer Spielplatz im Zentrum des Parks entstanden ist, ist abgeschlossen.

Lange hatte die Bürgerinitiative Grüneburgpark für eine Beschilderung ausgewählter Bäume gestritten. Nun haben die ersten 40 Parkbäume Info-Plaketten erhalten. Symbolisch schraubte die Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) am gestrigen Dienstag ein Baumschild in die Rinde einer alten Sommerlinde. Insgesamt sollen bis zum Sommer 185 Bäume im Grüneburgpark mit Plaketten versehen werden.

Damit könnten Parkbesucher Bäume nun mit ihrem botanischem Namen „ansprechen“, sagte Heilig zur symbolischen Beschilderung der Linde, zu der auch Mitarbeiter des Grünflächenamtes und der Bürgerinitiative gekommen waren. Auch die Linde selbst fand das gut – so Katharina Bornscheuer von der Bürgerinitiative geglaubt werden kann, die bei der Zusammenkunft einen Text verlas, den der Baum ihr diktiert habe. Darin freut sich die Linde über ihren „Baum-Perso“, mit dem sie sich nun bei den Parkbesuchern vorstellen und deren Neugier wecken könne. Hinzu appellierte die Linde in dem Papier, dass die „Gefallenen“ im Park ersetzt werden müssten. Außerdem solle endlich die von der Bürgerinitiative geforderte Toilettenanlage kommen, so Bornscheuer im Namen der Linde.

Nach dem Appell klatschten die meisten Anwesenden. Heilig klatschte nicht – und drehte der Linde drei Minuten später eine Schraube in die Rinde, samt Schildchen mit Pflanzjahr, deutschem und botanischem Namen. Die Linde schwieg.

Auf die Forderungen ging Heike Appel, stellvertretende Leiterin des Grünflächenamtes, daraufhin ein. Eine Toilettenanlage unweit der Sebastian-Rinz-Straße werde geprüft; die mehr als 100 kranken Bäume, die in den vergangenen Jahren gefällt worden seien, würden nachgepflanzt, so Appel. Einige seien bereits gepflanzt, weitere 70 Bäume würden in den kommenden zwei Jahren im dritten und letzten Bauabschnitt der Parkerneuerung hinzukommen.

Der zweite Bauabschnitt ist gerade abgeschlossen. Er umfasste im Wesentlichen die Spielbereiche im Zentrum des Parks. Entstanden ist daraus nun ein neuer Spielplatz. Wie von konsultierten Kitas und Schulen einst angeregt, sei das Thema des völlig neu gestalteten Spielplatzes „nicht den Boden berühren“, berichtete Carola Bäsler, beim Grünflächenamt Projektleiterin für die Grunderneuerung des Parks. Der neue Spielturm sowie weitere Geräte zum Balancieren, Hangeln und Klettern könnten in den kommenden Wochen freigegeben werden, so Bäsler.

In den Sommermonaten stehen dann keine weiteren Sanierungsarbeiten an; erst im September geht es mit dem dritten Bauabschnitt weiter. Dann sollen die Wege im Westen, das ehemalige Palais in der Mitte und der Spielplatz im Norden des Parks erneuert werden, so Bäsler.

Weil der dritte Bauabschnitt noch einmal in einzelne Teilabschnitte unterteilt worden sei, verzögere sich die Fertigstellung, sagte Appel. Im Jahr 2017 soll die Erneuerung nun abgeschlossen werden. Zuvor war 2016 anvisiert gewesen.

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