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Wenn?s sauber werden soll: Mülleimer der Kampagne #cleanffm am Mainufer.
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Wenn?s sauber werden soll: Mülleimer der Kampagne #cleanffm am Mainufer.

Sauberes Frankfurt

Nächste Offensive für Sauberkeit

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Das Umweltdezernat kündigt Aktionen der #cleanffm-Kampagne für Frühjahr und Sommer an. Schmutz und Verpackungsmüll sind die erklärten Gegner.

Becherfrei und Putz am Bahnhof: #cleanffm hat große Pläne für dieses Jahr. Vor gut zehn Monaten gestartet, um Frankfurt sauberer zu machen, reiht die städtische Kampagne ab der kommenden Woche Aktion an Aktion. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) stellte die Pläne am Donnerstagabend dem Umweltausschuss der Stadtverordneten vor.

Los geht’s schon kommende Woche. Vom 20. Februar an heißt es „Becherfrei auf der Berger“ – dann soll die ganze Berger Straße komplett ohne Wegwerfbecher auskommen. „Vom Bethmannpark bis zur SG Bornheim: Coffee to go, Becher to stay“ heißt einer der Slogans, die die Aktion begleiten. Soll bedeuten: Kaffee gern wie gewohnt zum Mitnehmen, aber doch bitte nicht in einem Trinkgefäß aus Pappe. Neue Mehrwegbecher gibt es dann auch, natürlich ganz modern mit Hashtag: #besserbecher.

Mit an Bord sind das gemeinnützige Unternehmen „Lust auf besser Leben“ und die Bornheimer Initiative „Cup2gether“. Ihr Ziel: Die Stadt soll beweisen, „dass wir alle den Mehrweg gehen können.“ Dazu wollen sie binnen 90 Tagen mindestens 20 Cafés und 100 Becherbotschafter finden.

#cleanffm nimmt sich viel vor

Vom 16. März an geht es weiter mit „Putz im Bahnhofsviertel“. Dann werden #cleanffm, der Präventionsrat, die Gewerbetreibenden, die Initiative Wiesenhüttenplatz, die Fegerflotte und Mitarbeiter der Drogenhilfeeinrichtungen ordentlich saubermachen im Quartier. Ab Ostern ist auch der Bahnhofsvorplatz an der Reihe mit einer großangelegten Grundreinigung.

Zwischendrin nehmen die Saubermacher weitere Brennpunkte ins Visier: Der Friedberger Platz bekommt zum Frühlingsbeginn einen Urinal-Sichtschutz mit flotten Sprüchen („Hier geht’s ums Eck“), am Luisenplatz gibt es eine Plakataktion mit Hinweisen auf die Mülleimer. Ab Ende März sind auch wieder die Parkwächter unterwegs, die in Grünanlagen und am Mainufer nach dem Rechten sehen, und die Sauberkeitsbotschafter wirken freundlich auf die Menschen ein, besonders auf die jungen.

Fürs Höchster Schlossfest (ab 16. Juni) hat sich #cleanffm viel vorgenommen, tritt als Hauptaktionspartner auf und stellt sogar eine eigene Hymne vor. Weitere Projekte sind für den Zoo und die Wasserspielplätze geplant.

Als Grundlage für die Aktionen zieht die Stabsstelle Sauberes Frankfurt auch eine neue Studie heran. Das in Frankfurt ansässige Open Urban Institute erhob 2017 Daten „zur Wahrnehmung und Bewertung von Sauberkeit“.

Mehr Mülleimer nötig

Dabei zeigte sich, dass die Bürger in einigen Stadtteilen besonders oft von Hundekot, weggespuckten Kaugummis und Graffiti genervt sind, anderswo überraschend häufig von Laub auf der Straße. Alle verbindet offenbar der Wunsch nach mehr Mülleimern – das ist ein Hauptbestandteil der Kampagne.

1569 Personen im Alter von 16 bis 91 Jahren nahmen an der Befragung teil. Geld ausgeben würden sie laut Studie am ehesten für die Beseitigung von wildem Sperrmüll, Glasscherben und Hundekot sowie für weitere Mülleimer. Gefragt, was sie für das größte Problem im Zusammenhang mit Müll im öffentlichen Raum halten, nannten die Leute vor allem Gleichgültigkeit der Mitmenschen und Gedankenlosigkeit etwa im Umgang mit Verpackungen.

Als Schlüsselergebnisse der Studie nahm das Open Urban Institute unter anderem mit, dass besonders viele unsaubere Orte an Verkehrsknotenpunkten und am innenstadtnahen Mainufer ausgemacht werden. Es gebe eine „Kiez-Mentalität“ – das eigene Wohnumfeld sei wichtiger als Frankfurt. Jüngere Teilnehmer fanden ihr eigenes Wohnviertel sauberer als ältere, und wer schon lang in Frankfurt lebt, schätzt seine gewohnte Umgebung schmutziger ein als Zugezogene. Interessant auch diese Erkenntnis: „Raucher tolerieren ein größeres Maß an allgemeiner Unsauberkeit.“ Nach weggeworfenen Kippen unterschied die Studie allerdings nicht.

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