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Das Nachtflugverbot gilt in Frankfurt für sechs Stunden von 23 bis 5 Uhr.

Hessen

Nachtruhe in Frankfurt seltener gestört

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Im September gab es 76 Flugbewegungen nach 23 Uhr am Frankfurter Airport. Das waren weniger als im Sommer. Minister Al-Wazir zeigt sich aber noch nicht zufrieden.

Die Anwohner rund um den Frankfurter Flughafen mussten im September nicht so oft wie in den Vorjahren unter verspäteten Starts und Landungen in den Abendstunden leiden. In 76 Fällen habe es Starts oder Landungen zwischen 23 und 24 Uhr gegeben, berichtete das hessische Verkehrsministerium am Montag auf Anfrage der Frankfurter Rundschau.

Das seien „deutlich weniger“ gewesen als in den Sommermonaten, stellte Ministeriumssprecherin Franziska Richter fest. Auch im Vergleich zu den September-Zahlen der Vorjahre habe es einen Rückgang gegeben. Im September 2017 waren 190 verspätete Starts und Landungen registriert worden, davon 105 Landungen und 85 Starts. Im September 2018 waren es 141 (89 Landungen, 52 Starts) – erheblich mehr als jetzt.

Kontrolldruck soll bleiben

„Die Zahlen zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind, zufrieden sind wir noch nicht“, kommentierte die Sprecherin von Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). „Wir halten daher den Kontrolldruck weiter aufrecht – zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Main-Gebiet.“

Das Nachtflugverbot gilt in Frankfurt für sechs Stunden von 23 bis 5 Uhr. Verspätete Landungen sind allerdings zulässig, sofern sich die Verspätung nicht schon aus der Flugplangestaltung ergibt und die Zahl von 7,5 pro Tag im Durchschnitt eines Kalenderjahres nicht überschritten wird. Starts nach 23 Uhr können unter bestimmten Bedingungen gestattet werden. Um Mitternacht muss dann aber Betriebsschluss sein.

Von den 76 Flügen nach 23 Uhr im September 2019 landeten 54 Maschinen zu spät auf dem Frankfurter Flughafen. 22 Mal ging es um Starts zwischen 23 und 24 Uhr.

Davon entfielen nach Angaben des Ministeriums allein 16 auf einen einzigen Tag, den 4. September. Seinerzeit habe die Startbahn West wegen zu starken Rückenwindes nicht genutzt werden können, begründete Sprecherin Richter die hohe Zahl der Verspätungen. Für sämtliche Starts nach 23 Uhr seien Ausnahmegenehmigungen erteilt worden, „da die Verspätungsgründe ausschließlich wetterbedingt waren“.

In den Sommermonaten war die Belastung wie in jedem Jahr besonders hoch gewesen. Auch in den Vorjahren hatte es einen Rückgang im September gegeben.

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