Flughafen

213 Nachtflüge im Juni

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Gewitter verursachen viele Verspätungen. Das Ministerium bilanziert: „deutlich unter Vorjahrniveau“.

Im Juni gab es am Frankfurter Flughafen 213 Flugbewegungen nach 23 Uhr, dem offiziellen Beginn des Nachtflugverbots. 65 der 105 verspäteten Starts fielen auf zwei Gewitternächte, teilt das hessische Verkehrsministerium auf FR-Anfrage mit. An beiden Tagen sei es zu erheblichen Beeinträchtigungen gekommen. So sei die Abfertigung eingestellt worden, um die Sicherheit der Vorfeldmitarbeiter nicht zu gefährden. „Die Ausnahmegenehmigungen wurden erteilt, da die Fluggesellschaften für die Verspätungen nicht verantwortlich waren.“

Mit 36 Maschinen sei auch ein Drittel der verspäteten Landungen im Juni in den beiden Nächten erfolgt. Die Zahl der verspäteten Starts und Landungen seien in etwa gleich. Das deute darauf hin, dass das Wetter schuld gewesen sei und weniger die Flugpläne, sagt Ministeriumssprecher Marco Kreuter. Die Zahl der Verspätungen habe „deutlich unter Vorjahresniveau“ gelegen. Gleichwohl arbeite das Ministerium daran, dass die Zahl der Nachtflüge so gering wie möglich ausfällt. „Allerdings sind die strukturellen Probleme im europäischen Luftraum weiterhin nicht gelöst.“

Der Juni 2018 war der Rekordmonat gewesen: 203 Landungen registrierte die Luftaufsicht zwischen 23 und 24 Uhr und 136 Starts – meist wegen Wetter und Kapazitätsengpässen. Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) forderte Fraport auf, die Start- und Landeentgelte noch stärker so gestalten, dass Unpünktlichkeit sich nicht lohnt. Er blieb nicht der einzige.

Nachdem Fraport lange auf diesem Ohr taub blieb, sagte ein Flughafensprecher der FR in der vergangenen Woche, dass die für nächstes Jahr geplante neue Entgeltordnung eben diesen Passus beinhalten soll. Die Reaktion aus Wiesbaden fällt verhalten aus: Den Antrag müsse Fraport stellen. „Das Wirtschafts- und Verkehrsministerium entscheidet dann über die rechtliche Zulässigkeit.“

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