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Welche Verpackung mit Tomatensoße ist nachhaltiger? Antworten stehen auf der Rückseite der Tafeln, die Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (links) und Maike Thalmeier in den Händen halten. Peter Jülich
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Welche Verpackung mit Tomatensoße ist nachhaltiger? Antworten stehen auf der Rückseite der Tafeln, die Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (links) und Maike Thalmeier in den Händen halten. Peter Jülich

Frankfurt

Nachhaltiger Konsum: Weniger Fleisch für das Klima

  • Stefan Simon
    VonStefan Simon
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Das Klimagourmet-Festival, das vom 16. bis zum 26. September in Frankfurt stattfindet, wirbt für nachhaltige Ernährung. Das Festival lockt mit zahlreichen Workshops und Führungen

Die Diskussion über Ernährung liegt im Trend. Selten war das Thema populärer, ob es um veganes, vegetarisches oder laktosefreies Essen geht, um weniger Fleisch oder Bio-Fleisch, um Gemüse aus dem eigenen Garten, saisonal, regional, vom Markt oder gerettet. Aber was ist nun besser, und was ist schlechter? Antworten darauf liefert die Klimagourmet-Ausstellung, Teil der gleichnamigen Kampagne des Frankfurter Energiereferats, zur traditionellen Klimagourmet-Woche in diesem Jahr vom 16. bis zum 26. September.

Der offizielle Auftakt fand am Donnerstagabend im Historischen Pavillon im Brentanohaus mit Ausstellung und Poetry Slam statt. Das Festival selbst lockt wieder mit einer großen Zahl von Veranstaltungen: Da gibt es einen Selbstversorgungs-Workshop vom Anbau bis zur Konservierung, einen Upcycling-Workshop, bei dem 7- bis 12-Jährige lernen, was sie aus Resten basteln können, Ackerführungen, Tipps zu Obst- und Gemüseanbau, Vorträge und Diskussionen über Herausforderungen einer nachhaltigen, klimagerechten Ernährung, jede Menge klimafreundliche Rezepte und vieles mehr.

In der neugestalteten Wanderausstellung, zentraler Bestandteil des Festivals in der Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19, kann man sich informieren, welche Ernährung der Umwelt guttut. Maike Thalmeier, Programmkoordinatorin des Festivals, hält in der Stadtteilbibliothek einen ein Quadratmeter kleinen Teppich in der Struktur eines Spaltenbodens in den Händen. Er zeigt, welchen Platz ein Schwein in einer konventionellen Haltungsform hat. Daneben veranschaulicht ein Teppich mit Wiese und Heu, welcher Platz Schweinen dagegen in einem biozertifizierten Betrieb zur Verfügung steht.

Das Festival

Klimagourmet fördert seit 2009 nachhaltigen Genuss, Klimaschutz und stärkt regionale Initiativen.

Die Klimagourmet-Ausstellung wurde mehrfach von der Unesco ausgezeichnet.

Führungen durch die Ausstellung bieten die Stadtteilbibliothek Rödelheim und das Energiereferat an, und zwar an den beiden Freitagen, 17. und 24. September, jeweils um 17 Uhr. Anmeldung unter www.frankfurter-stadtevents.de/Datum/17-September-2021/KLIMAGOURMET-21_20017483.

Das Programm zum Festival ist zu finden unter www.klimagourmet.de. stn

An einer weiteren Station können die Besucherinnen und Besucher testen, wie viel CO2 pro Kilogramm etwa Rindfleisch, Hähnchen oder Sojagranulat produzieren. Dafür müssen eine mit viel Liebe zum Detail angefertigte Kuh oder ein Huhn, die jeweils an einer Schnur befestigt sind, hochgezogen werden, und schon wird das pro Kilogramm produzierte CO2 angezeigt. Rindfleisch kommt im Durchschnitt auf 3,4, Hähnchen auf 1,4 Kilogramm und Sojagranulat gerade mal auf 250 Gramm.

Für Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) ist es wichtig, den Leuten bewusst zu machen, wie sie täglich nachhaltiger einkaufen könnten. Sie sagt: „Wir wollen nicht mit erhobenem Zeigefinger rumlaufen.“

Dazu ergänzt Paul Fey vom Energiereferat: „Die Botschaft vom Klimagourmet-Festival lautet, den Besucherinnen und Besuchern zu veranschaulichen, wie sie klimafreundlicher, kostengünstig, saisonal und regional konsumieren könnten. Und auch wie lecker und kreativ vegetarische und vegane Ernährung ist.“

Wer sich also für ein vegetarisches Gericht entscheidet, mindert gleichzeitig den eigenen CO2-Fußabdruck. Das zeigt eine weitere Station. Denn der Verdauungsapparat einer Kuh produziert das Klimagas Methan, das einen 20-fach höheren Treibhauseffekt hat als CO2.

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