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Frankfurter Würstchen: Wurstpellen kommen oft aus Südamerika.

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Kampagne zieht Bilanz im „Grünen Salon“.

Wie weit ist eigentlich der Weg, den ein Frankfurter Würstchen zurücklegt, bis es auf unserem Teller landet? Und was geschieht mit dem Plastikgranulat, zu dem unsere gebrauchten Zahnbürsten zermahlen werden?

Mit solchen Fragen hat sich zwölf Wochen lang die Kampagne „Nachhaltig einkaufen?!“ beschäftigt. Sie versucht, Frankfurterinnen und Frankfurter darauf aufmerksam zu machen, welche Wege sich hinter Alltagsprodukten verbergen. Warum? Weil diese Wege klimarelevant sind.

Am Dienstag, 28. Mai, ziehen die Initiatorinnen Bilanz mit einem „Grünen Salon“ im Glauburg-Café. Zum Abschluss der Kampagne diskutieren die gemeinnützige Gesellschaft „Lust auf besser leben“ und Nana Agic, Beraterin für nachhaltiges Marketing, mit Unternehmen aus Mode, Kosmetik, Geldwesen und Landwirtschaft. Es geht um Alternativen und kurze Wege.

36 Unternehmen hatten während der Kampagne Einblicke in ihre Lieferkette gewährt. Dabei stellte sich heraus, dass etwa Wurstpellen oft aus Südamerika kommen – eine Frage der Kosten. Der Versuch, die Plastikgranulate in der Zahnbürste zurückzuverfolgen, „endet im Nirwana“, resümiert das Kampagnen-Team.

„Wenn man mit Händlern und produzierenden Unternehmen spricht, wird schnell klar, dass viele Schritte für die Betriebe selbstverständlich sind, die der Verbraucher gar nicht mehr richtig durchblicken kann“, sagt Frederike Laufenberg von „Lust auf besser leben“. Sie fragt sich: „Lege ich Wert auf fairen Handel oder auf biologischen Anbau? Oder auf Regionalität?“ Schwer zu sagen. Eines hilft ihr jedenfalls: „Wenn ich ein Gesicht vor Ort habe, Fragen stellen kann oder zumindest das Gefühl habe, dass das Unternehmen authentisch ist. Über die Wege selbst sagt das jedoch nicht viel aus.“

Mehr Fakten und Meinungen gibt es im „Grünen Salon“ im Glauburg-Café, Glauburgstraße 28, am Dienstag, 28. Mai, von 18.30 bis 21 Uhr.

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