1. Startseite
  2. Frankfurt

Nach zwei Jahren Corona-Pause gibt es wieder das Mainfest

Erstellt:

Von: Levin Horst

Kommentare

Wenn „Mr. Beat“ nicht ein Fahrgeschäft wäre, sähe es fast so aus, als wolle er die Damen im Vordergrund beeindrucken. Michael Schick
Wenn „Mr. Beat“ nicht ein Fahrgeschäft wäre, sähe es fast so aus, als wolle er die Damen im Vordergrund beeindrucken. © Michael Schick

Eine Tradition, die bleiben soll: TCF erwartet 200 000 Gäste.

Es ist noch nicht einmal vollständig aufgebaut, da knipsen ein paar Tourist:innen auf dem Römerberg schon die ersten Fotos: Hier und am Mainkai dürfen die Frankfurterinnen und Frankfurter ab Freitag wieder Mainfest feiern. Dabei steht die „Lebensader der Stadt“, wie die Fischer den Fluss früher würdigten, im Mittelpunkt.

Seit der Weihe der Dreikönigskirche 1340 belebt das Mainfest jährlich für vier Tage das Mainufer und ist dazu da, „dem Fluss und seinen Gaben zu danken“, sagt Nina Malaviya, Prokuristin der Veranstalterin, der Frankfurter Tourismus und Congress GmbH (TCF). Das soll das Programm spiegeln. Alte Traditionen wie „Ochs am Spieß“, der Weinbrunnen, Bembel und das Fischerstechen werden auf dem Fest „sehr stark aufgegriffen“, sagt Malaviya. Die Tourismus und Congress GmbH freue sich auf geschätzt 200 000 Besucher:innen, hegt aber auch Respekt vor der Herausforderung.

„Zwei Jahre Corona haben uns niedergeschlagen“, sagt der Vorsitzende des Schaustellerverbandes Frankfurt Rhein-Main, Thomas Roie. Obwohl die Corona-Lage entspannter sei und das Fest nach zwei Jahren wieder stattfinden kann, gebe es einige Dinge, die nicht optimal seien: „Personal, Wareneinkauf, jegliche Dienstleistungen drehen gerade an der Preisschraube.“

25 Prozent mehr koste alleine der Strom, sagt Roie. Man versuche die Preise für Fahrgeschäfte, Speis und Trank aber nicht zu sehr zu erhöhen, damit das Mainfest noch „familienfreundlich“ bleibe. „Solche Feste sind für die Menschen notwendig.“

Kostensteigerung ist nicht die einzige Sorge. Christian Müller, Referent von TCF, zeigt auf die freie Grünfläche mitten auf dem Gelände. Dort soll eigentlich das Großfahrgeschäft „No Limit“ stehen. Es kommt wohl noch am Donnerstag. „Die Dienstleister haben Personalmangel – Mitarbeiter:innen haben sich einen neuen Job gesucht. Wir können stolz sein, dass wir die meisten Schausteller zurückbekommen haben, das war nicht einfach“, sagt Müller.

Mit vielen Hürden schaffe es der „Ort der Herausforderung“ letztendlich doch, ohne große Engpässe und Ausfälle durchzukommen. Es gibt sogar Erfolgsmeldungen: „Wir verwenden zu 98 Prozent neueste LED-Technik, das neue Riesenrad wird nachhaltig betrieben und das Feuerwerk hat neue Sicherheitsstandards erhalten“, erklärt er.

All die Mühen seien es wert: „Fast 700 Jahre Tradition muss erhalten und in die nächste Generation weitergegeben werden“, sagt Roie.

Auch interessant

Kommentare