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Frankfurt

Nach Unfall in Sachsenhausen: Härtere Strafen für Raser gefordert

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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  • Kathrin Rosendorff
    Kathrin Rosendorff
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Nach dem Verkehrsunfall in Sachsenhausen mit zwei Toten wird Kritik laut. Außerdem trauert das Maincafé um zwei seiner Mitarbeiter.

Die Trauer und Kritik nach der mutmaßlichen Raserfahrt in Sachsenhausen, die zwei Menschen das Leben kostete, halten an. Das Maincafé verkündete auf seiner Facebookseite, dass es sich bei den 31 und 40 Jahre alten Fußgängern am Samstag um zwei seiner langjährigen Mitarbeiter handele. „Wir sind fassungslos, ja, ein stückweit sprachlos. R. I. P.“ Viele Menschen drückten unter dem Beitrag ihr Beileid und ihre Wut aus.

Mahnwache

Die Anwohner:innen Sachsenhausen, VCD Regionalgruppe Rhein-Main, Fuss e. V., ADFC Frankfurt und der Radentscheid Frankfurt laden an diesem Donnerstag zum Gedenken an die beiden Männer, die beim Verkehrsunfall auf der Mörfelder Landstraße am Samstag ums Leben kamen, ein.

Treffpunkt ist am Unfallort Mörfelder Landstraße, Ziegelhüttenplatz, zur Unfallzeit 14.30 Uhr. rose

Eine Ex-Kollegin der beiden Männer sagte der FR: „Sie waren ein Paar. Zwei herzensgute Menschen, die immer ein nettes Wort für ihre Gäste übrig hatten. Sie waren Vorbilder auch für mich.“ Fast größer als die Trauer sei ihre Wut auf den „rücksichtslosen Raser“. Die Aussage eines Zeugen, der im Gespräch mit der FR von einer Amokfahrt des 38 Jahre alten Fahrers berichtet hatte, konnte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Dienstag nicht bestätigen. Es würden noch Zeugen befragt und technische Spuren vor Ort ausgewertet.

Der 38-Jährige war am Samstagnachmittag mit stark überhöhter Geschwindigkeit über die Mörfelder Landstraße gerast, hatte rote Ampeln ignoriert, die beiden Fußgänger erfasst und tödlich verletzt. Der Fall erinnert an den Unfall im Ostend bei dem im November zwei Menschen starben. Auch dort war der Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Petra Lau, die Leiterin des Straßenverkehrsamts, bemängelt, die Kommunen würden im Kampf gegen Raser:innen im Stich gelassen. „Insgesamt ist aus unserer Sicht der Umgang mit verkehrsgefährdendem Regelbruch in diesem Land weiterhin viel zu lasch.“ Auf die lange überfällige Novelle des Bußgeldkatalogs mit seinem „viel zu niedrigen Sanktionsniveau“, warte das Land noch immer.

Vom Land Hessen wünscht sich Lau, die „Enforcement Trailer“ unkomplizierter einsetzen zu können. Das Straßenverkehrsamt hat fünf mobile Blitzer-Fahrzeuge, mit denen binnen fünf Tagen 100 Orte in der Stadt kontrolliert würden. Hinzu kommen zwei Fahrzeuganhänger, die ohne Personal Tag und Nacht eingesetzt werden können. Da die Standorte für diese Trailer aber beim Land beantragt werden müssen, sind sie wenig flexibel und unter Rasern schnell bekannt, da sie in Warn-Apps angezeigt werden. „Hier würden wir uns wünschen, die Trailer genauso flexibel einsetzen zu dürfen wie unsere bemannten Radarautos“, sagt Lau. Sophie Gneisenau-Kempfert (Grüne), stellvertretende Ortsvorsteherin in Sachsenhausen, sagt, wegen überhöhter Geschwindigkeit gebe es im Bezirk oft Verkehrsunfälle mit Toten und Schwerverletzten. Lau betont hingegen: Mit der wachsenden Einwohnerzahl in Frankfurt habe der Verkehr zugenommen, aber die Zahl der im Verkehr zu Schaden gekommenen Menschen sinke. „Die Raserunfälle sind ein eigenes, sehr besorgniserregendes Phänomen.“

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