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Die Unfallstelle in der Mörfelder Landstraße.
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Die Unfallstelle in der Mörfelder Landstraße.

Frankfurt

Nach tödlichem Unfall in Frankfurt: Raser soll in Psychiatrie

  • Stefan Behr
    VonStefan Behr
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Im Februar starben zwei Menschen bei einem Unfall in Frankfurt. Nach Erkenntnissen der Polizei raste der Unfallfahrer über eine rote Ampel und erfasste dabei die beiden Fußgänger.

Frankfurt - Ein 39 Jahre alter Mann aus Darmstadt, der im Februar dieses Jahres in Sachsenhausen zwei Menschen totgefahren hat, muss vermutlich in eine psychiatrische Anstalt. Die Staatsanwaltschaft habe bezüglich des Mannes, der an paranoider Schizophrenie leidet, einen entsprechenden Antrag gestellt.

Der Mann war am Nachmittag des 13. Februar mit seinem Peugeot 208 mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde über die Mörfelder Landstraße stadteinwärts gerast. Laut Nadja Niesen, Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, überholte er dabei ohne Sinn und Verstand, streifte und schnitt andere Autos, geriet zeitweise auf die Trambahnschienen und verlor dort vollständig die Kontrolle über seinen Wagen. An der Kreuzung zur Oppenheimer Straße überholte er mehrere Autos, die dort vor einer roten Ampel warteten. Dort erfasste er ungebremst zwei 49 und 31 Jahre alte Männer, die gerade bei Grün die Straße überquerten. Einer der Männer wurde 60, der andere 20 Meter durch die Luft geschleudert. Beide starben.

Eine Frau, die mit ihrer Tochter im Kinderwagen die Straße überquerte, verfehlte der Raser nur um Haaresbreite. Anschließend touchierte er noch vier geparkte Autos, bis sein Peugeot in einen ebenfalls geparkten Smart fuhr, sich überschlug und auf dem Dach zum Liegen kam. Der leichtverletzte Unfallfahrer versuchte, zu Fuß zu flüchten, wurde aber von Passanten daran gehindert.

Nach tödlichem Unfall in Frankfurt: Raser hielt sich für „fremdgesteuert“

Erst vergangene Woche hatte die Polizei Mordanklage gegen einen 39-Jährigen erhoben, der im November 2020 im Ostend mit einem SUV-Boliden aus purer Freude am angeberischen Rasen zwei Männer totgefahren und eine Frau schwer verletzt hatte. Anders als in diesem Fall bestehen aber bei dem Darmstädter mehr als begründete Zweifel an dessen Schuldfähigkeit.

Gegenüber den Ermittlern gab er an, sich an diesem Tag für Jesus Christus gehalten zu haben, dem die Stimme von Maria Magdalena befohlen habe, so schnell wie möglich mit dem Auto von Darmstadt nach Frankfurt zu rasen, um sich von dort nach Norwegen zu begeben. Den Unfall habe er zwar mitbekommen, aber nichts dagegen unternehmen können, er sei „fremdgesteuert“ gewesen.

Beschuldigt wird der Mann des zweifachen Totschlags, eines verbotenen Kfz-Rennens sowie der Unfallflucht. Ein Termin für die Verhandlung vor dem Landgericht steht noch nicht fest. (Stefan Behr)

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