Malen in Vor-Corona-Zeiten.
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Kommentar

Es muss auch anders bei der Kita-Öffnung gehen

  • Sandra Busch
    vonSandra Busch
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Zwei feste Kita-Tage in der Woche kann für Eltern nicht genug sein, die berufstätig sind. Es müssen kreativere Lösungen her. Der Kommentar.

Ein Gutes hat das Konzept, das Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) zur Öffnung der Kindertagesstätten vorlegte: Da jedes Kind zumindest an zwei festen Tagen betreut werden soll, müssen die Kitas keine Prioritäten bei der Aufnahme der Kinder setzen. Sie müssen nicht entscheiden, wer kommen darf – und wer nicht. Es wird kein Hauen und Stechen um die Betreuungsplätze geben. Und es ist natürlich auch gut, dass durch das Konzept wirklich alle Kinder ihre Freundinnen und Freunde wiedersehen dürfen, ihre Erzieherinnen und Erzieher.

Doch die 50-Prozent-Betreuung kann vielen Eltern einfach nicht weit genug gehen. Sie müssen arbeiten, immer öfter auch nicht mehr nur im Homeoffice. Sie sind angewiesen auf die Betreuung ihrer Kinder. Es hätte deswegen schon längst begonnen werden müssen, andere Lösungen zu finden. Um Personal- und Platzprobleme zu lösen, die unter den Hygiene- und Infektionsschutzbestimmungen aufkommen. Etwa Studierende für die Betreuung anwerben, weitere Räume erschließen. Damit die Kinder öfter in die Kindertageseinrichtung gehen, damit weiterreichende Betreuungszeiten angeboten werden können.

Auch Eltern könnten durchaus in der Betreuung eingesetzt werden. Wir befinden uns in einer Krise. Das ist keine Zeit, in der man nur allein auf pädagogisches Fachpersonal setzen kann. In Krisenzeiten muss es eben auch einmal anders gehen. Da darf es jetzt kein Abwarten und Zögern geben. Die Stadt muss alles daransetzen, um schnell kreativere Lösungen umzusetzen. Nur so kann die Kita-Betreuung wieder in Einklang mit dem gesellschaftlichen Leben gebracht werden.

Von Sandra Busch

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