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Musik Monat Mai! an Frankfurts Schulen

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Von: Lilli Hövener

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Schüler und Schülerinnen beim Mitmachmusical.
Schüler und Schülerinnen beim Mitmachmusical. © Monika Müller

Zum 16. Mal finden die Musiktage statt. Die Musikinstitutionen wollen mit ihren Angeboten ein Zeichen für mehr Musik an Schulen setzen.

Dass im Internationalen Theater in Frankfurt während einer Aufführung des Musicals „Viva Musik“ ein Pupskissen für die größten Lacher sorgt, dürfte wohl am Durchschnittsalter des Publikums liegen. Denn der Theatersaal ist an diesem Donnerstagmorgen gefüllt mit circa 150 Schüler:innen der Erasmus-Grundschule, anlässlich des „Musik Monats Mai!“, der seit 2006 von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurts (HfMDK) ausgerichtet wird.

Das Mitmachmusical, organisiert von der HfMDK, ist nur ein Angebot der Frankfurter Musiktage, die vom 1. bis zum 31. Mai stattfinden und an denen Institutionen wie die Alte Oper Frankfurt, das HR-Sinfonieorchester oder die Laterna Musica beteiligt sind.

Rund 3700 Schüler:innen aus insgesamt 55 Frankfurter Schulen sollen dabei animiert werden, sich musikalisch auszuprobieren.

Neben Projekten wie dem Mitmachmusical gibt es auch andere musikalische Angebote, etwa Instrumentenvorstellungen oder Workshops. Und der „Musik Monat Mai!“ ist beliebt. „Obwohl wir in diesem Jahr die Anzahl an Projekten erhöht haben, ist es leider immer noch nicht möglich, so viele Schüler:innen dabeizuhaben, wie wir es uns wünschen“, bedauert Theresa Fox, Projektleiterin der Veranstaltungsreihe.

Die Erasmus-Grundschule sehe die Musiktage seit 2019 als festen Bestandteil ihres schulischen Programms an, sagt Schulleiter Matthew Bonnici und zeigt sich begeistert über die Bereitschaft der Schüler:innen, an den musikalischen Schaffensprozessen teilzunehmen.

„Was wir bei den Kindern gerade sehen, ist ein musikalisches Frühlingserwachen“, schwärmt er. Und es stimmt, bei den Grundschüler:innen ist keinerlei Scheu sichtbar. Begeistert singen, hüpfen, klatschen sie und lachen über die Figur der 900-jährigen Oma, die auf der Bühne Rockmusik per Luftgitarre spielt.

Nur in abgespeckter Form

Sabine Fischmann, Dozentin der HfMDK, erläutert, Programmreihen wie diese seien besonders mit Blick auf den Musikunterricht während der Corona-Pandemie notwendig. Denn dieser habe in den letzten zwei Jahren meist nur in abgespeckter Form stattfinden können.

„Mein Hauptjob ist es eigentlich, nicht zu weinen, wenn ich sehe, wie sehr die Kinder sich danach gesehnt haben, wieder Musik zu machen“, sagt Fischmann.

Mit Hilfe der Musiktage wollen Frankfurts Musikinstitutionen ein Zeichen setzen für mehr Musik in der Schule.

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