+
(unverständliches Gemurmel).

Römerbrief

Frankfurter Römer: Wie die Murmeltiere

  • schließen
  • Georg Leppert
    Georg Leppert
    schließen

Das Schönste an der Sommerpause: In dieser scheinbar endlosen Zeit ändert sich in der Kommunalpolitik gar nichts. Die FR-Glosse aus dem Frankfurter Rathaus.

Göpfert:Na, freust Du Dich schon auf den 15. August?

Leppert:Nicht den 15., die Fußball-Bundesliga startet leider erst am 16. August …

Göpfert:Ich meine doch nicht das Auftaktspiel Bayern München gegen Hertha BSC, ich spreche natürlich vom Kulturausschuss des Stadtparlaments, der ersten Sitzung im Römer nach den Sommerferien …

Leppert:(unverständliches Gemurmel).

Genau so ist es, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik. Man kann sich aus ganz unterschiedlichen Gründen auf das Ende der Sommerferien freuen. Aber sowohl in der Bundesliga wie auch im Frankfurter Rathaus werden die altvertrauten Rituale wieder aufgenommen. Der FC Bayern gewinnt das erste Spiel und siegt sich von da an unaufhaltsam der Deutschen Meisterschaft entgegen.

Auch in der Kommunalpolitik treten die vertrauten Paarungen wieder an. Oberbürgermeister Peter Feldmann streitet sich mit Baudezernent Jan Schneider, der fetzt sich mit Bildungsdezernentin Sylvia Weber und die wiederum steht ihrer Welt schwarz-grüner Feinde gegenüber. Das ist ja das Schöne an der Sommerpause: Es ändert sich in dieser scheinbar endlosen Zeit nämlich überhaupt nichts.

Wie die Murmeltiere, die ewig grüßen, werden die Stadtverordneten im Kulturausschuss wieder über die Zukunft der Städtischen Bühnen reden. Und vielleicht, aber nur, wenn Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) in Gesprächslaune ist, über das lange geplante städtische Kinder- und Jugendtheater.

Im Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau am 19. August geht es um die Günthersburghöfe, mit denen die Stadt östlich der Friedberger Landstraße rasch neue Wohnungen schaffen möchte.

Nur einige, die die Regeln im Römer noch nicht so gut kennen, versuchen, den Kommunalpolitikern ihre eigenen Themen näher zu bringen.

Zum Beispiel die Aktivisten von „Fridays for Future“, die vor den Sommerferien einige Male den etablierten Politikbetrieb aufgemischt haben. Man darf gespannt sein, ob sie nach den Sommerferien wiederkommen werden.

Den Murmeltieren im Römer würde das nur guttun.

Claus-Jürgen Göpfert und Georg Leppertberichten für die Frankfurter Rundschau aus dem Römer.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare