Männergesundheit

Im „Movember“ wächst der Bart

Der Fußballclub FSV beteiligt sich zusammen mit dem Universitätsklinikum Frankfurt an einer Aufklärungs-Initiative über Hodenkrebs.

Der FSV konnte am Dienstag das Training am Bornheimer Hang wie gewohnt um 10 Uhr beginnen, obwohl der Verein an diesem Morgen einen ungewöhnlichen Gast empfing: Der Chefarzt der Urologie des Universitätsklinikums, Felix Chun, hatte sich auf den Weg gemacht, um für den „Movember“ zu werben. Einen Monat lang, den ganzen November über, sollen sich junge Männer einen Schnurrbart, Englisch: Moustache, wachsen lassen. Der Bart steht für Männlichkeit, und der Movember soll auf eine Krankheit aufmerksam machen, die vor allen jüngere Männer trifft: Hodenkrebs.

Diese Krebserkrankung ist bei Männern unter 40 Jahren der häufigste Tumor. Symptome sind meist schnell auftretende, schmerzlose Schwellungen und Verhärtungen am Hoden. Chun möchte dafür werben, dass Männer regelmäßig ihre Hoden abtasten und auf Veränderungen achten. Frühzeitig erkannt gibt es sehr gute Chancen auf Heilung.

In der vertrauten Atmosphäre der Mannschaftskabine des FSV, der aktuell nur noch in der Regionalliga spielt, hielt Chun um 9 Uhr seinen „Impulsvortrag“ vor rund zwanzig Sportlern und Verwaltungsmenschen. Zwei Kicker sollen sich, um die Aufklärungsinitiative zu unterstützen, einen Schnauzer wachsen lassen, bestätigte Christian Sollich, beim FSV für Marketing und Kommunikation zuständig. Wer das sein wird, stand am Dienstagmorgen noch nicht fest. Das Team soll darüber gemeinsam nachdenken, meinte Sollich im Gespräch mit der FR. Es ist bereits das dritte Mal, dass sich der FSV an der Initiative für die Prävention von Hodenkrebs beteiligt.

Das Treffen in der Mannschaftskabine soll dabei nur der Auftakt sein. Die Fangemeinde des FSV wird nach Angaben von Sollich jede Woche über das Wachstum der Bärte informiert – auf der Homepage und in den sozialen Medien. Dort gebe es einen „großen Kreis von Followern“. Die Bärte sollen sozusagen der Hingucker für das ernste Thema Hodenkrebs sein. Felix Chun wird darüber hinaus immer wieder Informationen über die Krankheit ins Netz einspeisen.

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