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Ein Platz für Margarete und Alexander Mitscherlich.
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Ein Platz für Margarete und Alexander Mitscherlich.

Namenloser Kreisel Westend

Ein Mitscherlich-Platz für das Westend

  • Alicia Lindhoff
    VonAlicia Lindhoff
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Der namenlose Kreisel an der Fürstenbergerstraße könnte bald zu großen Ehren kommen. Er soll auf den Namen „Margarete und Alexander Mitscherlich-Platz“ getauft werden, schlagen Psychoanalytiker vor. Der Ortsbeirat ist nicht abgeneigt.

Der namenlose Kreisel an der Fürstenbergerstraße könnte bald zu großen Ehren kommen. Er soll auf den Namen „Margarete und Alexander Mitscherlich-Platz“ getauft werden, schlagen Psychoanalytiker vor. Der Ortsbeirat ist nicht abgeneigt.

Im Prinzip ist es weniger ein Platz als ein Kreisverkehr. Nur vor dem Wasserhäuschen „Faros zum Grüneburgpark“, dessen Inhaber täglich Studenten, Arbeiter und Angestellte versorgen, liegt eine kleine Freifläche.

Trotzdem könnte dieser bislang namenlose Ort unweit des Campus Westend, an dem Fürstenbergerstraße, Grüneburgweg und Liebigstraße einander kreuzen, bald zu großen Ehren kommen: Auf den Namen „Margarete und Alexander Mitscherlich-Platz“ soll er getauft werden. Das wünscht sich zumindest die Frankfurter Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Traum, Schlaf, Hypnose. Zwei ihrer Mitglieder haben dem Ortsbeirat 2 diesen Vorschlag gemacht. Um die Mitscherlichs „als große Aufklärer“ zu ehren, wie Wolfgang Leuschner sagt. Gleichzeitig solle mit der Namensgebung auch auf „Frankfurts Bedeutung als psychoanalytisches Zentrum“ aufmerksam gemacht werden.

Die Mitscherlichs kamen 1967 nach Frankfurt. Beide lehrten am 1960 gegründeten Sigmund-Freud-Institut (SFI) in der Myliusstraße, das er bis 1976 auch leitete. Darüber hinaus hatte er mit Hilfe Adornos und Horkheimers eine Professur an der philosophischen Fakultät der Uni bekommen. Zusammen veröffentlichten die Mitscherlichs in Frankfurt ihr vielleicht bekanntestes Werk „Die Unfähigkeit zu trauern“.

Von Anfang an lebte das Paar im Westend. Dem Viertel blieb Margarete Mitscherlich auch als Witwe treu. Sie arbeitete noch bis zu ihrem Tod im vergangenen Jahr, publizierte Bücher, gab Interviews und behandelte gelegentlich Patienten.

Ortsvorsteher Axel Kaufmann (CDU) räumt dem Vorschlag der Psychoanalytiker gute Chancen ein: „Wir werden als Ortsbeirat darüber sprechen und das beim Magistrat beantragen.“

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