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Fastnachtshund

Klaa Paris

Mit dem Zug zum Zug in Heddernheim

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Wer nach Klaa Paris möchte, sollte am Dienstag die U-Bahn nutzen.

An der Spitze des Umzugs durch Klaa Paris steht die Gemeindepumpe, hessisch: Gemaa Bumb. Am Dienstag, 5. März, setzt sie sich als erste von 111 Zugnummern in Bewegung. Es folgen unter anderem zwölf Spielmanns- und Musikzüge sowie sechs von Künstler John Christie gestaltete Motivwagen. Los geht’s um 14.31 Uhr. Die Polizei rechnet mit rund 111 000 Besuchern. Soll keiner sagen, dass sie keinen Humor hat.

Der Umzug gilt als ältester Fastnachtszug Hessens. Den Heddernheimer Brauch, fröhlich feiernd hinter der Gemeindepumpe herzulaufen, gibt es seit 180 Jahren. Anlass war damals die Eröffnung eines neuen Brunnens. 2019 formiert sich der Zug in der Straße „In der Römerstadt“, von dort aus schlängelt er sich über Alt-Heddernheim, Heddernheimer Landstraße weiter durchs Ort.

Falls sich jemand fragt, warum viel mehr Astronauten, Footballspieler und Tiger als gewöhnlich in der U-Bahn sitzen, die machen es richtig. Es empfiehlt sich, an Fastnachtsdienstag mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Heddernheim zu reisen. Mit den U-Bahn-Linien 1,2,3 und 8 oder dem Bus der Linie 60. Der fährt allerdings bereits ab 8 Uhr nur bis zum Nordwestzentrum. Dort sollten auch passionierte ÖPNV-Hasser ihre Wagen abstellen.

Ab zwölf Uhr ist Klaa Paris abgeriegelt. „Dicht“, wie Fastnachter gerne scherzen. Autos, die dem Zug im Weg stehen, lässt die Polizei ab 10 Uhr humorlos abschleppen. Die Anwohner werden per Einwurfschreiben rechtzeitig informiert. In der Nähe der U-Bahn-Station Heddernheim sowie entlang der Zugstrecke lassen die Veranstalter Dixi-Toilettenhäuschen aufstellen. 

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