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Mit Kleidung in Frankfurt etwas fürs Klima tun

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Von: Thomas Stillbauer

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Alte Kleider sind zum Wegwerfen manchmal einfach zu schade.
Alte Kleider sind zum Wegwerfen manchmal einfach zu schade. © Michael Schick

Am Samstag beginnt die Woche der Müllvermeidung mit vielen Veranstaltungen. Schwerpunkt sind diesmal die Textilien.

Mit möglichst wenig Müll leben, essen, bauen und auch Babys wickeln: Das sind Themen der „Europäischen Woche der Abfallvermeidung“. Frankfurt macht mit und hat sogar mehr als zwei Wochen dem Thema gewidmet. 35 Veranstaltungen von 22 Initiativen, Vereinen und Institutionen im Netzwerk „Frankfurt kann abfallfrei“ sind geplant.

Der Schwerpunkt der Woche liegt auf dem Thema Kleidung. Los geht’s an diesem Samstag, 12. November, mit einer Online-Impulswoche der Initiative Plastiksparen. Unter dem Titel „Schatzkiste Kleidersparen“ gibt es Tipps zum Aufräumen, Umsortieren, für nachhaltige Einkäufe und Reparaturen. Dazu passt, dass der „Klamoddekurier“ der FES, ein Abholservice für Altkleider, während dieser Aktionswoche auch außerhalb des Bornheimer Pilotgebiets fährt. Buchung: klamoddekurier.fes-frankfurt.de

Ziel Frankfurts ist es, „Zero Waste City“ zu werden, also Null-Müll-Stadt. Dazu will die Stadt bis 2035 die Restmüllmenge pro Kopf nahezu halbieren. Auch wenn die aktuellen Krisen die Fortschritte beim Umwelt- und Klimaschutz erschwerten: „Die Menschheit hat keine Zeit zu verlieren“, sagt die Schirmherrin der Aktionswoche in Frankfurt, Klima- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). „Umso schöner, dass sich Jahr für Jahr so viele Engagierte zusammentun, um uns allen zu zeigen, wie wir uns ganz praktisch selbst helfen können.“

Kreative Schneider-Kurse

In den Schulen thematisiert der Verein Umweltlernen in Workshops, wie viel Wasserverbrauch und CO2-Ausstoß der Konsum von Kleidung zur Folge hat. Kreatives Schneidern mit Altkleidern gehört zum Lernangebot – auch im Textil-Repair-Workshop im Naturfreundehaus Gallus sowie beim offenen Handarbeitstreff in der Stadtbibliothek.

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Das Mehrgenerationenhaus Idsteiner Straße (Gallus) veranstaltet unter anderem die Lesung „Ein T-Shirt auf Reisen“ sowie eine kreative T-Shirt-Verschönerung. Greenpeace hat einen Stand am Merianplatz zu Umweltfolgen unbrauchbarer Alttextilien in Ostafrika. Es gibt aber auch Filmvorführungen im Secondhand-Warenhaus Neufundland zu den wahren Kosten unseres Modekonsums.

Eine „Kleidertauschparty“ steigt am 21. November, ein Vortrag der Verbraucherzentrale zur Kleidung am 22. November, ein Barfußlauf im Grüneburgpark mit Austausch zu nachhaltigen Sporttextilien am 23. November.

Mit dabei in der Aktionswoche ist erstmals das Deutsche Architekturmuseum mit einem Symposium zum nachhaltigen Bauen am 25. November und Führungen durch die Ausstellung „Nichts Neues. Besser Bauen mit Bestand“.

Als weitere Höhepunkte kündigen die Veranstalter zwei Lesungen von Katharina König an: „Frieda im Unverpacktladen“. Frankfurter Repaircafés machen mit, das Secondhand-Kaufhaus in Enkheim hat einen Tag der offenen Tür, online gibt es Workshops „Baby natürlich und nachhaltig wickeln“ und „Lebensmittelrettung durch Foodsharing“.

Diese Auswahl soll im Sinne des Ressourcensparens erst einmal genügen. Das vollständige Programm ist abrufbar unter fes-frankfurt.de/ewav. Weitere Informationen dazu finden sich auch auf der Facebook-Seite frankfurtabfallfrei

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