Wirtschaft

Milliarden für Frankfurt

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Gewerbesteuer auf Rekordniveau.

Die Stadt Frankfurt könnte das Jahr mit einem neuen Gewerbesteuerrekord abschließen. Schon zum Stichtag 26. Juni waren nach Zahlen der Kämmerei mehr als 1,07 Milliarden Euro in die Kasse geflossen. Das sind 49 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Haushaltsplan für das laufende Jahr sieht Einnahmen von 1,94 Milliarden Euro aus der mit Abstand wichtigsten Ertragsquelle der Stadt vor. Schon 2018 spülte die Gewerbesteuer 1,95 Milliarden Euro in die Stadtkasse, so viel wie nie.

Selbst wenn die Gewerbesteuereinnahmen zum ersten Mal in der Frankfurter Geschichte die Marke von zwei Milliarden Euro überträfen, schließt die Stadt das laufende Jahr nach Planungen von Kämmerer Uwe Becker (CDU) wohl mit hohem Defizit ab. Im Haushalt klafft ein Fehlbetrag von fast 170 Millionen Euro.

Nach einer Aufstellung der Kämmerei ist der in den vergangenen Jahre riesige Anteil der Industrie für die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt zurückgegangen. Im ersten Halbjahr flossen gut 208 Millionen Euro, 22 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Deutlich mehr Steuern als im Vorjahreszeitraum zahlten dagegen die Inlandsbanken. Deutlich gestiegen sind auch die Gewerbesteuereinnahmen von Unternehmen, die die Stadt unter „Sonstige“ rubriziert. Diese machen inzwischen fast die Hälfte der Gesamtsumme aus. 

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