+
In der Platensiedlung sollen mehr Menschen wohnen. Deshalb wird sie nachverdichtet.

Platensiedlung in Frankfurt

Mieterkritik an der ABG

  • schließen

Die Platensiedlung im Frankfurter Stadtteil Ginnheim wird nachverdichtet. Die Bewohner des Viertels klagen über Baulärm und Dreck.

Bewohner der Platensiedlung klagen über den Dreck und Lärm, den die Nachverdichtung im Viertel ihnen beschert. Angesichts der großen Belastung sei die ihr von der ABG Frankfurt Holding gewährte Mietminderung der Kaltmiete für die Zeit der Bauarbeiten um im Schnitt fünf Prozent viel zu niedrig, sagt Hanane Karkour, die seit zehn Jahren in der Ginnheimer Siedlung wohnt, im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. 

Bei den Arbeiten, die die ABG vornehmen lässt, um die Gebäude so zu ertüchtigen, dass jeweils zwei Stockwerke aufgesetzt werden, sei es so laut gewesen, dass man sein eigenes Wort nicht mehr höre. Teilweise seien Strom und Kabelanschluss ausgefallen. Ankündigungen erfolgten relativ kurzfristig. Auch die Zuständigkeit sei oft unklar. Man werde von Ansprechperson zu Ansprechperson vermittelt, sagt Karkour. Auch andere Bewohner litten unter den Bauarbeiten, trauten sich aber nicht, den Mund aufzumachen.

ABG-Geschäftsführer Frank Junker widerspricht. In der Spitze würden die Mieten bis zu 35 Prozent gemindert. Die Wohnungsgesellschaft habe den Bewohnern zudem möblierte Ausweichwohnungen angeboten, in die sich etwa Schichtarbeiter während der Arbeiten zurückziehen könnten. Er habe in jeder Mieterversammlung gesagt, dass die Arbeiten Lärm und Dreck verursachten. „Wir versuchen aber, es so gering wie möglich zu halten“, sagt er der FR. Für die Mieter gebe es Sprechstunden vor Ort. Bisher habe es kaum Beschwerden gegeben.

Die ABG will allein durch Aufstockung 380 neue Wohnungen in der Siedlung schaffen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare