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In Frankfurt Europaviertel liegen die Mietpreise bei 14 Euro pro Quadratmeter.

Teure Wohnungen

Mieten steigen auch in der Region

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Der Wohnungsmarkt in Frankfurt und Taunus bleibt angespannt. Besonders die Preise für Eigentumswohnungen legen kräftig zu.

Die Mieten und Preise im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt sind erneut gestiegen. Das geht aus dem Wohnungsmarktbericht der Frankfurter Immobilienbörse hervor. So sind etwa die Schwerpunktpreise für Eigentumswohnungen nach dessen Zahlen im vergangenen Jahr im Schnitt um rund zehn Prozent gestiegen.

Bei den Mieten beobachtet die Immobilienbörse dagegen insbesondere im unteren Preissegment in Frankfurt und bei größeren Wohnungen im Hochtaunuskreis und Main-Taunus-Kreis nur noch eine moderate Erhöhung. Im Spitzensegment, bei Neubauprojekten und Mikro-Apartments, hätten die Mieten aber um bis zu zwei Euro pro Quadratmeter zugelegt, heißt es.

Weiter gestiegen sind den Zahlen nach unter anderem die Schwerpunktmieten in den zentraleren Frankfurter Stadtteilen. Wohnungen im Westend werden schwerpunktmäßig für 17 Euro pro Quadratmeter angeboten. Im Bereich Altstadt, Bahnhofsviertel, Innenstadt, Westhafen sowie im Nordend und im Europaviertel werden jeweils etwa 15 Euro pro Quadratmeter verlangt, in Sachsenhausen 14 Euro pro Quadratmeter.

Hohe Preis im Taunus

Im Hochtaunuskreis und dem Main-Taunus-Kreis steigen die Mieten mit zunehmender Nähe zu Frankfurt. Besonders hoch sind diese mit Schwerpunktmieten von jeweils 11,50 Euro in Bad Homburg und Kronberg. In Oberursel liegen diese bei elf Euro pro Quadratmeter, in Hofheim und Kelkheim bei 10,50 Euro pro Quadratmeter, in Friedrichsdorf dagegen nur bei 9,50 Euro pro Quadratmeter. Sehr günstig ist es dagegen etwa in Weilrod und Grävenwiesbach.

Ähnlich ist es bei den Preisen. In Oberursel, Kronberg, Königstein und Bad Soden werden bis zu 5800 Euro pro Quadratmeter verlangt, in Bad Homburg bis zu 5700 pro Quadratmeter.

Eine Trendwende auf dem Immobilienmarkt in der Region ist dem Wohnungsmarktbericht nach nicht in Sicht. Der Vorsitzende der Immobilienbörse, Helmut Christmann, rechnet mit weiterhin steigenden Immobilienpreisen. Das habe mit der angesichts der hohen Nachfrage zu geringen Bautätigkeit zu tun. „Nur eine Erhöhung des Wohnungsangebots im gesamten IHK-Bezirk wird dazu beitragen, den Druck aus dem Kessel zu nehmen“, sagt Christmann.

IHK-Präsident Ulrich Caspar appelliert einmal mehr an die Politiker im Bezirk, sich stärker für die Ausweisung von Bauland und die Schaffung von mehr Baurecht einzusetzen. Schließlich suchten die Unternehmen in der Region dringend Fachkräfte.

Auch jenseits des IHK-Bezirks wird das Wohnen im Rhein-Main-Gebiet immer teurer. Nach einem Ranking des Instituts Empirica gehören außer Frankfurt drei weitere Städte der Region zu den sechs Kommunen mit den deutschlandweit teuersten Neubaumieten. Danach liegen diese in Frankfurt bei 14,48, in Darmstadt bei 12,61, in Mainz bei 12,46 und in Wiesbaden bei 12,16 Euro pro Quadratmeter.

Auch bei den Kaufpreisen für neue Wohnungen ist nach den Zahlen von Empirica nur München noch teurer als Frankfurt. An der Isar werden Wohnungen im Schnitt für knapp 9000 Euro pro Quadratmeter angeboten, am Main für 6700 Euro pro Quadratmeter.

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