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Im Frankfurter Stadtgebiet eine Wohnung zu finden, ist für Normalverdiener immer schwerer möglich. Die Mieten sind auf sehr hohem Niveau – und steigen trotz Corona-Krise weiter.
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Im Frankfurter Stadtgebiet eine Wohnung zu finden, ist für Normalverdiener immer schwerer möglich. Die Mieten sind auf sehr hohem Niveau – und steigen trotz Corona-Krise weiter.

Wohnungsmarkt

Mietbelastung in Frankfurt steigt weiter

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Für immer mehr Menschen wird es fast unmöglich, in Frankfurt eine für sie bezahlbare Wohnung zu finden. Das zeigen Zahlen des Beratungsunternehmens Immoconcept.

Die Mieten und Preise für Wohnraum in Frankfurt steigen trotz der Corona-Pandemie weiter an. Nach Zahlen des Frankfurter Immobilien- und Beratungsunternehmens Immoconcept haben die Angebotsmieten in den vergangenen zwölf Monaten stadtweit im Schnitt um 2,65 Prozent zugelegt, also in geringerem Maß als im Vorjahreszeitraum, als die Teuerungsrate bei rund fünf Prozent gelegen habe.

Schon jetzt seien die Wohnkosten in Frankfurt aber im Verhältnis zu den realen durchschnittlichen Einkommen überproportional hoch, heißt es in der Untersuchung. Das Unternehmen sieht die Angebotsmieten für Bestandswohnungen in Frankfurt inzwischen im Schnitt bei knapp 13,50 Euro pro Quadratmeter, Neubauten sind noch viel teurer.

Einkommensschwächere Haushalte werden in Frankfurt aus der Stadt gedrängt

Wer nicht mehr als 30 Prozent des verfügbaren Einkommens für die Miete verwenden will, hat der Studie nach angesichts dieses Niveaus fast keine Chance, in Frankfurt noch etwas zu finden. Selbst in günstigen Lagen der Stadt ist für einen Dreipersonenhaushalt dafür nach Zahlen von Immoconcept ein Haushaltsnettoeinkommen von 4200 bis 4500 Euro im Monat notwendig. In teuren Stadtteilen wie Altstadt, Innenstadt und Nordend müsse dieses bei 6200 bis 7200 Euro liegen.

Seit Jahren schon stiegen die Mieten in Frankfurt stärker als die Einkommen, rechnet Immoconcept vor. Die Folge dieser wachsenden Kluft sei, dass besonders einkommensschwächere Haushalte weiter in den suburbanen Raum verdrängt würden. Gleichzeitig beobachtet das Unternehmen den Trend, dass mehr Menschen freiwillig aus der Stadt wegziehen, etwa weil sie eine größere Wohnfläche und die Nähe zur Natur suchten. Beide Entwicklungen dürften die Mieten und Preise auch im Umland weiter steigen lassen.

Die Entwicklung der Kaufpreise sieht Immoconcept sehr kritisch. Trotz des schon sehr hohen Niveaus seien die Preise für Eigentumswohnungen in den vergangenen zwölf Monaten um etwa zehn Prozent gestiegen. Derzeit zeigten viele Interessenten die „Angst, etwas zu versäumen“, sagt Immoconcept-Geschäftsführer Bernd Lorenz. „Sie wollen jetzt eine Immobilie erwerben, in der Furcht, dass sie morgen noch teurer wird.“ Schon jetzt seien die horrenden Preise aber kaum noch tragbar. Das Risiko einer Immobilienblase wachse.

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