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Equal Pay Day

„Miese Bilanz“ für Frauen in Frankfurt

  • Helen Schindler
    VonHelen Schindler
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Ein Frankfurter Aktionsbündnis hat anlässlich des Equal Pay Day ein Video erstellt, in dem es auf die Lohndiskrminierung von Frauen aufmerksam macht.

Am heutigen Tag haben alle Frauen in Deutschland 69 Tage umsonst gearbeitet.“ Das sagt Frankfurts Frauendezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) in einem Video anlässlich des Equal Pay Day. Dieser Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern macht auf den bestehenden Gender Pay Gap aufmerksam und fällt in diesem Jahr auf den 10. März. Denn: 2019 haben Frauen in Deutschland im Schnitt 18 Prozent weniger als Männer verdient. Umgerechnet bedeutet das: 69 Tage lang haben Frauen unbezahlte Arbeit geleistet, vom Jahresanfang bis heute, 10. März.

„Das ist eine miese Bilanz“, sagt Heilig und betont, dass Lohngerechtigkeit kein reines Frauenthema sei, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. In Frankfurt kämpfen das Frauenreferat, das Netzwerk Business and Professional Women und viele Organisationen, Vereine und Verbände gemeinsam für Lohngleichheit und eine faire Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit.

Weil der Aktionstag in diesem Jahr pandemiebedingt digital begangen wird, hat das Frankfurter Aktionsbündnis besagten Film erstellt, der ab sofort auf Youtube zu sehen ist. Darin kommen außer Heilig auch Frauenreferatsleiterin Gabriele Wenner und viele weitere Mitstreiter:innen zu Wort.

„Deutschland gehört weiterhin zu den Schlusslichtern Europas in Sachen Lohngerechtigkeit und ist damit von tatsächlicher Chancengleichheit und Gleichberechtigung weit entfernt“, sagt Wenner. Der unbereinigte Gender Pay Gap liegt im EU-Schnitt bei 14 Prozent. In den vergangenen 14 Jahren hat sich die Lohnlücke in Deutschland lediglich um drei Prozent verringert. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Verdienstabstand bis zum Jahr 2030 auf zehn Prozent zu senken.

Die Gründe für den Gender Pay Gap sind vielfältig: Die häusliche Arbeitsteilung ist nach wie vor traditionell geprägt. Das bedeutet: Frauen leisten mehr unbezahlte Arbeit als Männer und müssen, um dieser unbezahlten Sorgearbeit nachkommen zu können, häufiger berufliche Auszeiten und Teilzeitarbeit in Anspruch nehmen. Das wiederum führt zu schlechteren Karriere- und Aufstiegschancen. Hinzu kommt, dass Berufe mit hohem Frauenanteil häufig generell ein niedriges Lohnniveau haben. Aber auch bei vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien verdienen Frauen im Schnitt sechs Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Der Film ist zu sehen unter: https://youtu.be/mbYf9GyAQGE

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