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Die Polizei zeigt Präsenz, kann aber nicht  überall sein.
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Die Polizei zeigt Präsenz, kann aber nicht überall sein.

Bahnhofsviertel

Messerstecherei in Taunusstraße

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Bei einer Auseinandersetzung im Bahnhofsviertel hat ein Mann am Dienstag lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Die Polizei nahm einen 22 Jahre alten Verdächtigen fest. Er soll mit einem Messer auf das Opfer, dessen Identität noch unklar ist, eingestochen haben. Der Fall dürfte die Diskussion über die Sicherheit in dem Stadtteil verschärfen.

Die Polizei geht davon aus, dass Drogengeschäfte der Grund für die Auseinandersetzung waren. Die beiden Männer hatten gegen 10 Uhr zunächst lautstark gestritten. In der Taunusstraße eskalierte die Situation, und der 22-Jährige griff nach Erkenntnissen der Ermittler zum Messer. Vor der Kaiserpassage brach das Opfer zusammen. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo Ärzte ihn operierten.

Eine Streife der Stadtpolizei, die in der Nähe war, und weitere Polizisten überwältigten den mutmaßlichen Angreifer. Er wurde ins Polizeipräsidium gebracht. Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.

Solche Fälle, aber auch deutlich weniger schwerwiegende Straftaten hatten die SPD-Fraktion im Römer veranlasst, in einem Antrag für mehr Sicherheit und Sauberkeit im Bahnhofsviertel zu werben. Die Sozialdemokraten schlugen zahlreiche Neuerungen und Veränderungen vor, etwa einen ständigen Polizeiposten im Kaisersack. Auf den Vorstoß hat nun der Magistrat geantwortet – mit dem Tenor: Man sieht die Probleme, hat aber bei Weitem nicht immer Lösungen parat.

Kein fester Polizeiposten

So hat die Stadtpolizei ihre Präsenz im Bahnhofsviertel zwar erhöht, wie Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) mitteilte. Insbesondere in der Taunusstraße, wo es jetzt die Messerstecherei gab, kommen mehr Mitarbeiter der städtischen Polizeieinheit zum Einsatz.

Gleichzeitig erteilt der Magistrat aber einer ganzen Reihe von Vorschlägen eine Absage. Für einen ständig besetzten Polizeiposten sieht Frank „keine Notwendigkeit“ und verweist darauf, dass die Landespolizei zuletzt ein leerstehendes Gebäude an der Moselstraße als festen Standort genutzt hatte: „Der erwartete Zugewinn an Sicherheit blieb allerdings aus.“ Wichtiger als ein ständig besetzter Posten seien ohnehin die Streifen. Zudem sei die Landespolizei vom 4. Revier an der Gutleutstraße aus schnell im Bahnhofsviertel.

Nichts wird auch aus einer von den Stadtverordneten diskutierten Arbeitsgruppe aus Staatsanwälten, bei denen alle im Bahnhofsviertel begangenen Delikte bearbeitet werden. Die Strafverfolgungsbehörde plane in absehbarer Zeit keine solche Einheit, teilte der Magistrat mit. Zudem hält die Stadtregierung einen Koordinator für alle Belange der Polizei für nicht zielführend und verweist auf das Programm Ossip (Offensive Sozialarbeit, Sicherheit, Intervention und Prävention). In diesem Rahmen tauschten sich die zuständigen Ämter sowie das Drogenreferat ohnehin mit Stadt- und Landespolizei aus.

Wie von den Stadtverordneten gefordert, gehen die Einsatzkräfte regelmäßig gegen Bettler vor. Indes: Organisierte Bettelei (nur die ist strafbar) nachzuweisen, sei schwierig.

Verbessert hat sich laut Magistrat die Situation am Karlsplatz. Dort steht seit Kurzem ein Urinal. Allerdings könnten dadurch die Belästigungen durch menschliche Hinterlassenschaften nicht vollständig beseitigt werden. Im Viertel gebe es zu viele „versteckte Ecken“, in denen sich Menschen erleichterten.

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