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Die Messe Frankfurt wächst - und denkt dabei an die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter.
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Die Messe Frankfurt wächst - und denkt dabei an die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter.

Auszeichnung

Messe macht viel für Radfahrer

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die Messe Frankfurt hat in Fahrrad-Abstellplätze, Duschen, Umkleiden investiert. Nun erhält das Unternehmen den Bike-and-Business-Preis.

Der Wunsch, mehr für die radfahrenden Mitarbeiter zu tun, kam aus der Belegschaft. Mehr Abstellplätze für Fahrräder hätten sie sich gewünscht, Umkleidekabinen, Duschen, sagte Olaf Kühl, Bereichsleiter Facility Management von der Messe Frankfurt. Im Arbeitskreis Fahrrad hätten Mitarbeiter Ideen gesammelt. Die Geschäftsführung habe sie unterstützt. Mittlerweile gebe es auf dem Messegelände mehrere Hundert Fahrradbügel, verteilt auf zahlreiche Abstellanlagen – wie am Torhaus, der Halle 9, der Dependance.

Für ihre vorbildliche Fahrradförderung hat die Messe Frankfurt nun den Bike-and-Business-Preis 2017 erhalten. Die Auszeichnung vergibt der Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Hessen und dem Zweckverband Kassel.

Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) überreichte die Urkunde im Kongresszentrum Kap Europa an Messe-Chef Wolfgang Marzin. „Mittlerweile sind die Radfahrer schneller im Büro als die Autofahrer; die Bügel sind direkt am Gebäude, die Parkplätze nicht“, sagte Marzin.

Von den mehr als 900 beschäftigen Frauen und Männern in Frankfurt würden 100 regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit fahren. Marzin sieht gute Chancen, weitere Mitarbeiter dazu zu bewegen. Rund 300 Beschäftigte wohnten nicht mehr als fünf Kilometer vom Arbeitsplatz entfernt, eine ideale Radfahrdistanz.

In vier Duschen könnten sich die Mitarbeiter nach einer langen Fahrt frisch machen, sagte Kühl. Um auf dem weitläufigen Messegelände von einem Meeting zum anderen zu kommen, könnten Mitarbeiter eines von 140 Diensträdern nutzen.

Mit dem eigenen Rad kämen sie aus allen Himmelsrichtungen aufs Areal; die Tore ließen sich mit Chipkarten öffnen. Radfahren sei auf dem gesamten Gelände erlaubt. Fahrradspuren gebe es aber nicht. Wenn beispielsweise Gabelstapler bei Auf- und Abbauten rangierten, sei Vorsicht angebracht.

Stefan Janke, der Vorsitzende des ADFC Hessen, bemängelte, dass Unternehmen immer noch mehr in große Dienstfahrzeuge investierten als in Pedelecs und Fahrräder.

Birgit Simon, die Erste Beigeordnete des Regionalverbands, sagte bei der Verleihung, dass der Preis auf andere Unternehmen ausstrahlen könne, sich für gesundheitsfreundliche Fortbewegung starkzumachen.

Verkehrsminister Al-Wazir berichtete, dass das Land Hessen jedes Jahr acht Millionen Euro für die Förderung von Fuß- und Radverkehr ausgebe sowie bis zu fünfeinhalb Millionen Euro für weitere Nahmobilitätsprojekte. Besonders viel Potenzial zur Radverkehrsförderung habe der Flughafen mit seinen 80 000 Mitarbeitern, sagte Al-Wazir.

Vielleicht bemüht sich Fraport demnächst um den Bike-and-Business-Preis?

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