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Die Festhalle Frankfurt, die zur Messe gehört, dient derzeit noch als Impfzentrum.
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Die Festhalle Frankfurt, die zur Messe gehört, dient derzeit noch als Impfzentrum.

Messegeschäft

Messe Frankfurt mit Millionenverlust

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die Messe Frankfurt ist mit Krediten durch die Krise gekommen. 2022 will das Unternehmen wieder voll durchstarten.

Die Messe Frankfurt blickt auf eines der schwierigsten Jahre ihrer Geschichte zurück. Das Unternehmen, das zu 60 Prozent der Stadt Frankfurt und zu 40 Prozent dem Land Hessen gehört, schließt das Coronajahr 2020 mit 122 Millionen Euro Verlust ab (2019: 48 Millionen Euro Gewinn). Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor, den die Unternehmensleitung nun vorgestellt hat. Im laufenden Jahr müsse von einem ähnlichen Verlust ausgegangen werden, führte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Marzin aus. Auch der Umsatz werde sich ähnlich entwickeln wie im Krisenjahr (2020: 257 Millionen Euro, 2019: 736 Millionen Euro). Für die Anteilseigner bedeutet das: keine Dividende.

„Wir werden mindestens drei Jahre brauchen, um wieder auf den Stand der Vor-Corona-Zeit zu kommen“, sagte Marzin. Im nächsten Jahr wolle die Messe wieder voll durchstarten, mit einem durchgetakteten Kalender. 500 Millionen Umsatz peile das Unternehmen an. Das ist weniger als im Umsatzrekordjahr 2019. Denn niemand könne sagen, wie die Pandemiebewältigung weltweit ablaufen wird. Die Messe Frankfurt sei als internationales Unternehmen auf den Umsatz im Ausland angewiesen.

Das Coronajahr konnte die Messe nur mit Krediten überbrücken. 280 Millionen Euro habe sie am Kapitalmarkt aufgenommen, weitere 150 Millionen Euro hätten Stadt und Land beigesteuert. „Zu marktüblichen Konditionen“, sagte Marzin. Mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei eine Beschäftigungsgarantie bei Gehaltsverzicht ausgemacht worden. Wenn Messen und Veranstaltungen bald wieder möglich seien, stehe das Messeteam bereit.

Frankfurter Buchmesse auf dem Messegelände geplant

Die Vorstände Marzin, Detlef Braun und Uwe Behm gehen davon aus, dass auch künftige Messen als hybride Formate angeboten werden. „Digital ist gekommen, um zu bleiben“, sagte Braun. Dennoch könnten digitale Veranstaltungen analoge nicht ersetzen, sondern nur ergänzen.

Auf das zweite Halbjahr 2021 blickt die Messe verhalten optimistisch. Am 5. Juli beginnt die Frankfurt Fashion Week als digitales Format. Die Fahrradmesse Eurobike (ab 24. Juli) sei schon von den Behörden genehmigt worden. Für die Konsumgütermesse Nordstil in Hamburg hätten sich bereits 500 Aussteller angemeldet (ab 24. Juli).

Die Automobilzubehörmesse Automechanika wird als hybrides Format mit rund 600 bis 800 physischen Ausstellern angeboten (ab 14. September). Die Frankfurter Buchmesse, die größte Buchmesse der Welt, soll auf dem Messegelände stattfinden, ergänzt um digitale Formale (ab 20 Oktober).

In China organisiert die Messe Frankfurt die Automobilmesse Auto Maintenance and Repair, die 2022 auf einem großen neuen Messegelände in Tianjin stattfinden soll. In Frankfurt geht der Bau der Messehalle 5 weiter. Die Halle kostet rund 200 Millionen Euro und soll 2023 fertig sein.

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