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Die Buchmesse im Oktober wurde trotz Publikumsreduktion gut angenommen. Foto: Renate Hoyer
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Die Buchmesse im Oktober wurde trotz Publikumsreduktion gut angenommen.

Messegeschäft

Messe Frankfurt macht wieder Verluste

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die Messe-Geschäftsführung in Frankfurt plant „auf Sicht“. Die Fachmesse Heimtextil wird von Januar in den Sommer verschoben. Der Umsatz bleibt niedrig, der Jahresfehlbetrag hoch.

Die Messe Frankfurt schließt das laufende Geschäftsjahr mit einem herben Verlust ab. Wie die Geschäftsführung um den Vorsitzenden Wolfgang Marzin am Dienstag bekanntgab, rechnet die Messe mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von bis zu 200 Millionen Euro. Im Sommer war sie noch von 175 Millionen Euro Jahresfehlbetrag ausgegangen (2020: minus 122 Millionen Euro; 2019: 48 Millionen Euro). „Wir mussten das Ergebnis von Monat zu Monat nach unten korrigieren“, sagte Marzin.

Der Umsatz liegt den Angaben zufolge in diesem Jahr bei etwa 140 Millionen Euro (2020: 257 Millionen Euro; 2019: 736 Millionen Euro). Zum Ausgleich habe die Messe Kredite bei Banken und den Gesellschaftern sowie finanzielle Hilfen des Bundes in Anspruch genommen. Die Zahl der Mitarbeitenden sei durch Fluktuation, ohne Kündigungen, um circa 100 auf nun etwa 2300 reduziert worden, sagte Marzin.

Als Grund für diese Entwicklung wurden die Corona-Beschränkungen genannt, die zu einem Ausfall der meisten Veranstaltungen in der ersten Jahreshälfte geführt hätten. In der zweiten Jahreshälfte lief das Messegeschäft wieder an, in Frankfurt unter anderem mit der Eurobico und der Buchmesse.

Der Konzern

Die Messe Frankfurt ist eine weltweit agierende Messe-, Kongress- und Eventveranstalterin. Die etwa 2300 Mitarbeitenden arbeiten in 30 Tochtergesellschaften weltweit und im Stammsitz in Frankfurt. Anteilseigner sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent. Die Dividende in Höhe von 13 Millionen Euro im Jahr ist derzeit ausgesetzt. Zuletzt hat die Messe die Online-Angebote ausgebaut, unter anderem mit der Plattform Nextrade, wo 10 000 Händler:innen auf 400 000 Produkte zugreifen können. fle

Für das kommende Jahr plant die Messegesellschaft weltweit etwa 500 Veranstaltungen, darunter Fachmessen, Gastveranstaltungen, Kongresse und Events. „Wir fahren weiterhin auf Sicht“, sagte Geschäftsführer Detlef Braun. Mit Blick auf die Corona-Beschränkungen plane die Messe Termine, die im Zweifel wieder abgesagt werden müssten.

Das betrifft zum Beispiel die Fachmesse Heimtextil in Frankfurt, die für die zweite Januarwoche geplant war, nun aber abgesagt werden muss. Geprüft werde, sie in den Sommer 2022 parallel zum Messeduo Techtextil und Texprocess zu verlegen. Die Konsumgütermesse Nordstil in Hamburg ist bislang weiterhin für Mitte Januar geplant. Darüber hinaus rechnet die Messe Frankfurt mit der Durchführung der Frankfurt Fashion Week Mitte Januar, der Fachmessen Christmasworld, Creativeworld und Paperworld Ende Januar sowie der Konsumgütermesse Ambiente Mitte Februar. Neu ins Programm kommt die Fahrradmesse Eurobike im Juli.

Konzerte in der Festhalle

In der Frankfurter Festhalle sollen Konzerte unter anderem von Rea Garvey, James Blunt und Udo Lindenberg sowie die UEFA-Auslosung der Gruppenphase für die Fußballeuropameisterschaft der Männer 2024 stattfinden.

Wie Geschäftsführer Uwe Behm ausführte, sollen die Arbeiten an der neuen Messehalle 5 2023 beendet sein. Die Halle mit der direkten Verbindung zum Congress Center kostet rund 200 Millionen Euro und soll für Ausstellungen dienen, die Kongresse begleiten. Nach dem Kap Europa und dem Cargo Center werde das Dach der Halle 5 begrünt, sagte Behm.

Mit einer Wiederbelebung des Messegeschäfts wie vor der Pandemie rechnet Wolfgang Marzin von Ende 2024 an.

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