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D as Messegelände wird ab Mitte Dezember zum Covid-Impfzentrum.

Wirtschaft

Messe Frankfurt macht Millionenverlust

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Das Unternehmen nimmt Fremdkapital auf, um liquide zu bleiben. Es wird noch Jahre dauern, bis der Vor-Corona-Zustand wieder erreicht ist.

Die Messe Frankfurt blickt auf das schwächste Jahr in ihrer jüngeren Geschichte zurück. „Wir rechnen mit einem dreistelligen Millionenverlust“, sagte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung, bei der Vorstellung der vorläufigen Kennzahlen. „Das ist schon eine bittere Pille.“

Mit dem ersten Lockdown im Frühjahr legte die Messe alle Veranstaltungen auf Eis. Sie fertigte Hygiene- und Sicherheitskonzepte an, veranstaltete digitale und hybride Formate. In der Summe waren es nur ein Drittel der Veranstaltungen, die geplant waren. Der Umsatz betrug den Angaben zufolge rund 250 Millionen Euro. Ein drastischer Einbruch gegenüber den Vorjahren.

Zahlen

Die Messe Frankfurt hat laut vorläufiger Kennzahlen im Jahr 2020 rund 250 Millionen Euro Umsatz gemacht (2019: 733 Millionen Euro Umsatz).

Der Verlust in diesem Jahr liegt den Angaben zufolge „im dreistelligen Millionenbereich“ (2019: 47 Millionen Euro Gewinn).

„Mut macht uns die Entwicklung in China, Japan und Korea“ sagte Marzin. Dort seien wieder „70 bis 80 Prozent der Vor-Covid-Beteiligungen“ erreicht. Für das kommende Jahr rechnet er noch nicht mit einer Entspannung. So seien die Leitmessen des ersten Quartals in den April und Mai verlegt worden. Die Konsumgütermesse Ambiente findet im April statt, gemeinsam mit der Christmasworld und der Paperworld. Die Nordstil in Hamburg, von der Messe Frankfurt organisiert, sollte im Januar stattfinden. Sie wurde abgesagt. „Wenn es gut geht, sind wir 2024 wieder auf dem Stand von Vor-Corona“, sagte Marzin. Damit die Messe Frankfurt liquide bleibe, sei Fremdkapital bei Banken aufgenommen worden, 240 Millionen Euro bislang. Mittel braucht die Messe unter anderem auch, um die Halle 5 weiterzubauen.

Ein Baustopp wäre noch teurer gewesen, erläuterte Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe. Die Halle 5 soll Ende 2022 fertig sein.

Gespart wird auch beim Personal. So werden derzeit keine Stellen besetzt. Mitarbeiter:innen müssen auf einen Teil des Gehalts verzichten, damit es nicht zu betriebsbedingten Kündigungen kommt. Dies sei mit dem Betriebsrat ausgehandelt worden, so Marzin. Von rund 2500 Mitarbeiter:innen weltweit, 1000 davon in Frankfurt, würden in diesem Jahr rund 100 das Unternehmen verlassen, über Freiwilligenvereinbarungen für 55- bis 65-Jährige. Im nächsten Jahr werde die Stellenzahl um weitere 100 Mitarbeitende reduziert. Die Messe zahlt auch keine Dividende an ihre Anteilseigner Stadt und Land.

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