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Messe Frankfurt: Halle 5 soll 2023 fertig sein

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Von: Florian Leclerc

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In der Messehalle 5 gibt es momentan noch viel zu tun. Renate Hoyer
In der Messehalle 5 gibt es momentan noch viel zu tun. Renate Hoyer © Renate Hoyer

Die Messe Frankfurt baut für 200 Millionen Euro eine Halle für Ausstellungen und Kongresse.

Wenn die Konsumgütermessen Ambiente, Christmasworld und Creativeworld Anfang Februar 2023 gemeinsam stattfinden, als „Home of Consumer Goods“, soll die neue Messehalle 5 fertig sein.

Das sagte Messesprecher Markus Quint am Donnerstag bei einem Rundgang durch die im Bau befindliche Halle. Ihr Erkennungsmerkmal ist die goldene Fassade an der Südseite zur Agora hin. Die Fassade besteht aus eloxiertem Aluminium, das gefaltetet ist und dadurch farblich variiert. Der Entwurf stammt von den Architekten Gruber und Kleine-Kraneburg.

Die beiden Hallen im Erdgeschoss und im ersten Stock sind jeweils etwa 9000 Quadratmeter groß. An die Halle 5.10, also im ersten Stock, grenzt das sogenannte Westfoyer an, in dem Veranstaltungen stattfinden können, wobei die Besucherinnen und Besucher auf zwei Ebenen in dem luftigen Foyer hinauf beziehungsweise hinunter schauen können. Oberhalb der Halle 5.10 ist ein Konferenzraum, der 5.11 genannt wird und hochwertig eingerichtet werden soll: mit Teppichboden und Holzverkleidung. Der angrenzende Balkon gibt den Blick frei auf einen Teil der Frankfurter Hochhauslandschaft.

Den Bau der Messehalle mitten in der Pandemie und in einer finanziell schwierigen Lage rechtfertigt Markus Quint so. Die Verträge mit den Firmen seien schon vor der Pandemie geschlossen worden, als das Messegeschäft noch florierte. Für die alte Messehalle 5, die 1971/1972 gebaut wurde, habe es keine Betriebsgenehmigung mehr gegeben. Sie wurde 2019 abgerissen

Wie es auf einer Baustelle so ist, liegt sehr viel Baumaterial herum, Arbeiter bohren und bringen Material an Ort und Stelle. Die Baukosten von etwa 200 Millionen Euro würden eingehalten, sagte Projektleiter Marc Legg von der Messe Frankfurt, und auch der Zeitplan mit der Eröffnung zu den Konsumgütermessen Anfang des nächsten Jahres. Die Halle 5 stehe dann für alle Messen zur Verfügung.

Der „unique selling point“, also das Alleinstellungsmerkmal, sei die Verbindung der Messehalle mit Konferenzen. So gebe es einen direkten Zugang vom Congress Center der Messe an der Ludwig-Erhard-Anlage zur Messehalle 5, der geöffnet oder geschlossen werden könne. Die Via Mobile führe an der Messehalle 5 entlang zu den anderen Messehallen - seitdem die Messehalle 12 im Jahr 2018 eröffnet wurde, führt die Via Mobile einmal um das ganze Messegelände herum. Die Gäste kommen also auch bei schlechtem Wetter trockenen Fußes von einer Halle in die andere.

Anders als die Messehalle 12, die mit einem großen Fest eröffnet wurde, soll die Eröffnung für die Messehalle 5 bescheidener ausfallen. Zuletzt hatten die Gesellschaft, die Stadt und das Land der Messe 250 Millionen Euro Eigenkapital zur Verfügung gestellt. Mit einem Geschäft wie vor der Pandemie rechnet die Messe zurzeit erst wieder ab 2024/2025.

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