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Messe Frankfurt: „Davon profitiert die ganze Stadt“

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Von: Georg Leppert

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Thomas Feda ist Chef der städtischen Tourismus- und Congress GmbH.
Thomas Feda ist Chef der städtischen Tourismus- und Congress GmbH. © Christoph Boeckheler

Der Frankfurter Tourismuschef Thomas Feda spricht im FR-Interview über die Bedeutung der Messe.

Viele Veranstaltungen gleich viele Gäste. Diese einfache Formel gilt in der Tourismusbranche. Für Thomas Feda ist die Erholung der Messe daher eine gute Nachricht. Der Geschäftsführer der städtischen Tourismus- und Congress GmbH setzt auch auf neue Formate.

Herr Feda, die Frankfurter Messe blickt optimistisch in die Zukunft. Sie auch?

Ich freue mich natürlich sehr darüber, dass das Messegeschäft wieder deutlich zulegt. Für den Tourismus- und Kongressstandort Frankfurt am Main gibt es zwei sehr entscheidende Faktoren: Wie geht es dem Flughafen und wie geht es der Messe? Rund 40 Prozent der Übernachtungsgäste in Frankfurt haben mit der Messe zu tun.

Merken Sie das auch außerhalb des Messegeländes?

Sicher. Von der Messe profitiert die ganze Stadt. Natürlich an erster Stelle die Hotels und die Gastronomie, aber auch der Einzelhandel, der ÖPNV und die Kultureinrichtungen.

Wobei schon vor der Corona-Krise viele Unternehmen gespart haben. Macht sich das auch bemerkbar?

Schon. Die Fachbesucherinnen und -besucher bleiben oft etwas kürzer als vor zehn Jahren oder kommen mit kleinerer Besetzung. Selbstverständlich wirken sich weniger Messegäste auf alle Dienstleister innerhalb der Querschnittsbranche Tourismus aus.

Rückblickend: Wie bitter war der Wegzug der IAA?

Die IAA ist eine publikumsträchtige Messe, ganz klar.

Der neue hessische Ministerpräsident Boris Rhein würde sie gern zurückholen. Hat er eine Chance?

Wenn der Vertrag mit München endet und Frankfurt sich bewirbt, haben wir natürlich eine Chance. Frankfurt hat immer eine Chance. Aber ich kann das im Detail nicht bewerten. Es ist aber auch nicht sinnvoll, nur zurückzublicken. Die IAA hat sich anders entschieden und hat damit aber auch Platz gemacht für Neues. Im Juli findet beispielsweise erstmals die Messe Eurobike in Frankfurt statt, das wird ein großes Ereignis.

Wie fällt Ihre Bilanz der Fashion Week aus?

Da hat die Wirtschaftsförderung etwas Schönes auf die Beine gestellt. Das Konzept mit vielen spannenden Veranstaltungen in der ganzen Stadt ging auf. Wir sollten nur nicht den Fehler machen, dieses Event mit den internationalen Modemetropolen zu vergleichen. Die Frankfurt Fashion Week verfolgt ein anderes Konzept.

Wenn jetzt das Messegeschäft wieder anzieht: Ist die Infrastruktur darauf vorbereitet? Konkret: Reichen die Hotels?

Ja. Auch wenn jetzt mancherorts noch Fachkräfte fehlen: Frankfurt kann perspektivisch auch wieder elf Millionen Übernachtungen wie im Rekordjahr 2019 meistern.

Interview: Georg Leppert

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