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Merz kommt in Frankfurt gut an

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Von: Florian Leclerc

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Friedrich Merz war mit Ehegattin Charlotte 2004 auch schon mal beim Frankfurter Opernball. Rolf Oeser
Friedrich Merz war mit Ehegattin Charlotte 2004 auch schon mal beim Frankfurter Opernball. Rolf Oeser © Rolf Oeser

Friedrich Merz soll die Bundes-CDU führen. Die CDU-Mitglieder in Frankfurt begrüßen die Entscheidung der Basis.

Friedrich Merz ist mit rund 62 Prozent der Stimmen der CDU-Mitglieder als neuer Bundesparteivorsitzender bestimmt worden – in Frankfurt ist man von diesem Ergebnis wenig überrascht.

Eine interne Befragung der hiesigen Mitglieder habe im Januar ein ähnliches Ergebnis hervorgebracht, sagte der Kreis-Parteivorsitzende Jan Schneider. „Es hat sich gezeigt, dass die Befragung der bundesweit rund 400 000 CDU-Mitglieder, die von der Kreisvorsitzendenversammlung in Berlin beschlossen wurde, der richtige Weg war.“ Schneider war damals in Berlin dabei. Für wen er nun gestimmt hat, verriet er nicht – seine Entscheidung solle nicht repräsentativ für die Frankfurter CDU stehen.

Wählerinnen und Wähler zurückgewinnen

Anders Nils Kößler, der Fraktionsvorsitzende der CDU im Römer. Er habe für Friedrich Merz gestimmt, sagt er, weil Merz aus Sicht der Partei die beste Entscheidung sei. „Der neue Bundesparteivorsitzende hat zwei Aufgaben: neue Wählerinnen und Wähler gewinnen und frühere Wählerinnen und Wähler zurückholen“. Gerade Letzteres traue er Merz am ehesten zu.

Die Bundes-CDU hatte den Ausgang der Mitgliederbefragung um 14 Uhr im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin bekanntgegeben. „Wir alle saßen gebannt vor den Bildschirmen“, sagte der CDU-Stadtverordnete Yannick Schwander. „Friedrich Merz spricht eine Sprache, die viele in der CDU hören wollen.“ Merz stehe für ein klares Wort, nicht für schwammige Kompromisse. In der Opposition tue das der CDU gut.

Den Bundesparteivorsitzenden wählen die Delegierten auf einem Parteitag am 21./22. Januar. Eine der Delegierten ist die CDU-Stadtverordnete Sara Steinhardt. Sie sei zufrieden, dass die Entscheidung schon im ersten Wahlgang fiel, sagte sie. So könnten Merz und das Führungsteam ohne weiteren innerparteilichen Wahlkampf an der Erneuerung der CDU arbeiten. Auch mit der Frauen-Union habe sich Merz zuletzt ins Benehmen gesetzt, hob Steinhardt hervor.

Für den Fachausschuss Wirtschaft der CDU in Frankfurt teilte Christoph Fay mit: „Friedrich Merz ist der richtige Mann, um unserer Partei Klarheit und Profil zu geben.“ Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, der auch Vorsitzender der Landes-CDU ist, gratulierte Merz und dankte Helge Braun und Norbert Röttgen für den fairen Wahlkampf. „Wir werden unsere inhaltlichen Positionen klar schärfen und den Menschen vermitteln“, kündigte er an.

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