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Das Restaurant der Pächter Susak (re.) und Matkovic soll „Kupferstecher“ heißen – nach dem Namensgeber des Platzes Matthäus Merian.

Nordend

Wirtshaus im Merianbad öffnet im März

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Die Pächter planen ein modernes Wirtshaus mit gutbürgerlicher Küche.

Die Umbauarbeiten am Merianbad sollen voraussichtlich Mitte März abgeschlossen werden. Dann wird dort das neue Restaurant „Kupferstecher“ eröffnen. Auch das Stadtteilbüro des Nordend-Ortsbeirats, das im selben Gebäude am Merianplatz entsteht, soll bis dahin fertig sein. Die öffentlichen Duschen im hinteren Teil werden ebenfalls wieder zugänglich gemacht.

Seit Mitte Januar hat das ehemalige Café Merianbad geschlossen, das die Pächter Drazan Susak und Tomislav Matkovic im März 2018 übernommen haben. Die Gastronomen haben das denkmalgeschützte Gebäude inzwischen kernsaniert. Der große Gastraum des achteckigen Gebäudes wurde entkernt. Wände und Verkleidungen entfernt, die Elektrik ausgetauscht. Auch die Küche und die sanitären Anlagen werden erneuert. „Das Gebäude war sehr heruntergekommen“, sagt Susak.

Geplant sei ein „modernes Wirtshaus“ mit gut bürgerlicher Küche mit Frankfurter Spezialitäten wie Schnitzel, Grüner Soße‘ und Handkäs mit Musik, sagt Matkovic. „Das war schon immer mein Traum.“

Im Inneren soll es viel Holz geben. Außerdem möchten die Pächter drei große kupferne Biertanks aufstellen, die jeweils 1000 Liter fassen – passend zum geplanten Namen „Kupferstecher“, der an den Namensgeber des Platzes Matthäus Merian erinnern soll. Der Frankfurter fertigte im 16./17. Jahrhundert zahlreiche Landkarten, Städteansichten und Chroniken als Kupferstiche an.

Auch an das alte öffentliche Bad möchten die Pächter erinnern. An Säulen haben die Arbeiter unter einer Schicht noch alte, weiße Fliesen entdeckt. Diese sollen ebenso sichtbar bleiben wie Reste der alten Betonsäulen.

Platz für bis zu 120 Besuchern soll es künftig im Inneren geben – und somit etwas mehr als vorher. Im hinteren Bereich ist ein Stammtisch mit Fernseher und Eintracht-Ecke geplant, sagt Susak. Von außen soll sich das Gebäude nur wenig ändern. Die Pächter planen, das hölzerne Podest vor dem Haus zu erweitern. Bis zu 200 Gäste sollen im Freien bewirtet werden können.

Im Rahmen des Umbaus wurde der Bereich für die öffentlichen Duschen verkleinert. Künftig wird es nur noch zwei Nasszellen geben, die von außen zugänglich sind und von Susak und Matkovic betreut werden. Ebenso die Toiletten zum Spielplatz hin.

Zeitgleich mit der Gastronomie soll auch das Stadtteilbüro für den Ortsbeirat 3 im ehemaligen Raucherraum des Cafés umgebaut werden. Voraussichtlich bis Mitte März sollen die Arbeiten im Inneren abgeschlossen und neue Fenster eingebaut sein, sagt Petar Lovric, auf dessen Schwester der Erbpachtvertrag für das Merianbad-Gebäude läuft. Montiert werde eine Tür, da das Bürgerbüro unabhängig vom Restaurant zugänglich sein soll.

Wie der Raum künftig genutzt wird, ist indes noch immer nicht klar, obwohl sich das Stadtteilgremium bereits seit 2013 für das Büro einsetzt. Ein genaues Nutzungskonzept gibt es noch nicht, sagt Stadtbezirksvorsteher Willi Preßmar, der für die Grünen im Ortsbeirat 3 sitzt. „Das wird noch ein paar Wochen dauern.“ Denkbar sei jedoch, dass dort etwa die Ortsvorsteherin Karin Guder oder die Stadt- und Sozialbezirksvorsteher Sprechstunden halten können. Auch Fraktionen könnten dort tagen. Veranstaltungen von Parteien soll es nicht geben.

Dem Stadtteilgremium werde der 23 Quadratmeter große Raum kostenfrei zur Verfügung gestellt, sagt Pächter Susak. Auch für Strom, Wasser und Reinigung müsse es nichts bezahlen. Möglich sei eine Bewirtung über das Restaurant.

Das Restaurant Kupferstecher soll von 11.30 bis 24 Uhr geöffnet haben. Die öffentlichen Duschen von 10 bis 18 Uhr.

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