+
Die Frankfurter Eintracht bekommt ab 1. Juli 2020 die uneingeschränkten Nutzungsrechte des Waldstadions.

Einigung mit der Stadt

Meilenstein für die Eintracht

  • schließen

Eintracht Frankfurt erhält mehr Rechte im Waldstadion.

Eintracht Frankfurt hat die Weichen für einen Stadionausbau gestellt. Der Bundesligist und die Stadt Frankfurt einigten sich am Donnerstag nach monatelangen Verhandlungen auf einen Letter of Intent, der dem Verein ab dem 1. Juli 2020 die uneingeschränkten Nutzungsrechte des WM-Stadions sichert. Die Zusammenarbeit, die bis zum 30. Juni 2035 vorgesehen ist, sieht auch vor, dass die Stadt sich bis zum Beginn der Saison 2023/2024 verpflichtet, das Stadion auf eine Kapazität von 60.000 Plätzen im Bundesligabetrieb auszubauen.

Im Mittelpunkt der Ausbaumaßnahmen stehe dabei die Umwandlung von Sitz- zu Stehplätzen im Oberrang der Nordwesttribüne. Die Räumlichkeiten in der Gegentribüne, in der derzeit noch die Geschäftsstelle der Eintracht AG untergebracht ist, sollen ebenfalls umgebaut und in weitere Hospitality-Flächen verwandelt werden. Die Eintracht verpflichte sich im Gegenzug, in den kommenden Jahren „umfangreiche Investitionen“ in den Ausbau und die Erneuerung der digitalen Infrastruktur des Stadions zu tätigen, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Verein und Stadt.

Eintracht-Vorstandsmitglied Axel Hellmann wertete die Einigung für die Vertragspartner und die Fans als „Win-Win-Win-Situation“ und versprach, das Stadion werde künftig viel stärker als bisher als Heimspielstätte der Eintracht wahrgenommen werden. Für den Verein selbst sind es aber vor allem die wirtschaftlichen Vorteile, die ins Gewicht fallen. So obliegt der Eintracht zukünftig die Vergabe des Caterings und die Vermarktung der Namensrechte. Die Arena trägt noch bis zum kommenden Sommer den Namen der Commerzbank.

Ein Knackpunkt in den Verhandlungen, die der Frankfurter Sportdezernent Markus Frank (CDU) als „hart, aber fair“ bezeichnete, war die Untervermietung des Stadions an Dritte, etwa für Konzerte im Sommer. Die Stadt wollte dem Verein hier kein uneingeschränktes Recht einräumen, da sie fürchtete, für skurrile Veranstaltungen wie etwa die Monster-Trucks könnte zukünftig in Frankfurt kein Platz mehr sein. Die Einigung sieht nun so aus, dass der Stadt über die Sportpark Stadion GmbH eine jährliche Eigennutzungsquote von 20 Prozent für eigene Veranstaltungen vorbehalten bleibt. Zudem übernimmt die städtische Tochtergesellschaft wieder das technische Management im Stadion, das zuletzt der Betreiber übernommen hatte.

Die unterzeichnete Absichtserklärung soll nun in den kommenden Wochen in ein „umfangsreiches Vertragswerk“ überführt werden. Hellmann versprach, das Stadion in den kommenden Jahren zu einem „digitalen Leuchtturm der Region“ zu entwickeln.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare