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Mehr Verkehrsverstöße in Frankfurt

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Von: Florian Leclerc

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Falschparken in seinen verschiedenen Formen ist in Frankfurt der am häufigsten geahndete Verkehrsverstoß. Foto: Renate Hoyer
Falschparken in seinen verschiedenen Formen ist in Frankfurt der am häufigsten geahndete Verkehrsverstoß. © Renate Hoyer

In Frankfurt wurden 2021 mehr Verkehrsverstöße festgestellt als im Vorjahr. Die Zahl der Fahrten über Rot ist ebenfalls gestiegen.

Die Stadt Frankfurt hat im vergangenen Jahr aufgrund von Ordnungswidrigkeiten 13,5 Millionen Euro an Bußgeld eingenommen. Das teilte Michael Jenisch, ein Sprecher des Ordnungsamts, auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mit. Das waren 400 000 Euro mehr als 2020.

Der Großteil der Bußgeldeinnahmen kam durch Verkehrsverstöße zustande, nämlich 11,6 Millionen Euro (2020: 9,8 Millionen Euro), wie Ingmar Bolle vom Straßenverkehrsamt berichtete.

Besonders häufig wurden demnach Knöllchen wegen Falschparkens ausgestellt. Die Hauptdelikte waren Parken ohne gültigen Parkschein, Parken im absoluten Halteverbot und unzulässiges Parken auf Gehwegen.

Mehr als 12000 Fahrten über Rot

Jede Woche hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verkehrspolizei im Straßenverkehrsamt mehr als 10 000 Verstöße sanktioniert. Insgesamt gab es den Angaben zufolge etwa 526 000 Verkehrsverstöße (2020: etwa 471 000).

Deutlich zugenommen hat demnach die Zahl der Fahrten über rote Ampeln. Exakt 12 859 Mal war dies der Fall, im Jahr zuvor waren es knapp 8000 Rotsünder. Run 3000 Autofahrerinnen und Autofahrer bekamen in der Folge den Führerschein für einen Monat entzogen. Bolle führt die „signifikant erhöhten Fallzahlen“ bei den sogenannten Rotlichtfahrten auch auf neue Blitzer zurück. So wurden Anlagen zur Kontrolle der Geschwindigkeit und der Fahrten über Rot an der Kreuzung von Miquelallee und Hansaallee sowie an der Kreuzung von Senckenberganlage und Bockenheimer Landstraße installiert.

In diesem Jahr soll eine weitere Kombianlage installiert werden. Der Standort stehe aber noch nicht fest. Insgesamt gebe es 27 solcher Anlagen, die sowohl Geschwindigkeit messen als auch die Missachtung des Rotlichts dokumentieren, sowie fünf Messfahrzeuge und zwei Enforcement Trailer zur Verkehrsüberwachung. Die Enforcement Trailer im kubischen Design dürfen laut Landeserlass an 38 Standorten stehen. Insgesamt wurde die Geschwindigkeit von 1,5 Millionen Fahrzeugen gemessen. Analog zu den ermittelten Verkehrsverstößen haben sich die Beschwerden aus der Bevölkerung entwickelt. „Auch 2021 blieb die Beschwerdelage bei der städtischen Verkehrspolizei auf hohem Niveau“, sagte Bolle, „das Thema bewegt die Menschen in unserer Stadt unverändert.“

Für den Straßenverkehr war am 9. November 2021 der neue Bußgeldkatalog in Kraft getreten. Seitdem hat sich das Bußgeld für Verkehrsverstöße in vielen Fällen erhöht. Wer auf Geh- und Radwegen parkt, zahlt 55 Euro, bei einer zusätzlichen Behinderung 70 Euro. Wer Straßenbahnen behindert, zahlt 55 Euro. Parken in zweiter Reihe kostet ebenfalls 55 Euro. Auch Auto-Posing mit Lärm- und Abgasbelästigung (100 Euro) und die Gefährdung von Radfahrer:innen beim Abbiegen (140 Euro) werden sanktioniert.

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