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Mehr Stehplätze für die Eintracht

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Von: Timur Tinç

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Die Nordwestkurve im Stadion von Eintracht Frankfurt wird ab der Saison 2023/2024 eine reine Stehplatztribüne sein.
Die Nordwestkurve im Stadion von Eintracht Frankfurt wird ab der Saison 2023/2024 eine reine Stehplatztribüne sein. © dpa

Frankfurts Planungsdezernent Mike Josef (SPD) übergibt der Eintracht die Baugenehmigung für Stadionausbau. 11 000 weitere Stehplätze sollen auf der Nordwesttribüne entstehen. Die ursprünglich vorgesehenen zehn Millionen Euro werden nicht reichen.

Planungs- und Sportdezernent Mike Josef (SPD) überbrachte am Sonntag die frohe Kunde, als das Stadion im Stadtwald vor der Partie gegen den SC Freiburg noch halbleer war. Zumindest die Anwesenden freuten sich über die Nachricht, dass die Stadt Frankfurt der Eintracht die Baugenehmigung für den Stadionausbau erteilt. Statt der bisher rund 51 500 Fans sollen ab der Saison 2023/2024 künftig 60 000 Menschen in den Genuss von Bundesliga-Fußball kommen. Vorgesehen sind 11 000 weitere Stehplätze.

Dafür wird der Oberrang der Nordwesttribüne nach unten verlängert, die Funktionsräume und fünf Logen im Mittelring des Stadions fallen dafür weg. Außerdem soll es kleinere Sitzplatzoptimierungen geben. Die großen und sichtbaren Umbauarbeiten an der Tribüne beginnen im Herbst, wenn die Weltmeisterschaft in Katar (21. November bis zum 18. Dezember) beginnt. Die Bundesliga pausiert laut Rahmenspielplan vom 14. November bis zum 20. Januar.

„Wir haben einige Jahre dafür gekämpft, einen Stehplatzausbau hinzubekommen“, sagte Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann, der sich bei Josef bedankte. Der Klub habe schon bei der Planung des Stadions vor rund 18 Jahren dafür gekämpft, dass es überhaupt noch Stehplätze gibt. Ziel war und ist es, so viele Tickets wie möglich im unteren Preissegment anbieten zu können. Derzeit gibt es für die Eintracht-Fans bei Bundesliga-Heimspielen 7435 Stehplätze. Nach dem Umbau sollen es knapp 18 500 sein. Bei internationalen Spielen steigt die Kapazität hingegen von 48 000 nur auf 49 740, weil laut Uefa-Regularien nur Sitzplätze erlaubt sind.

Koordiniert wird das Ganze von der städtischen Sportpark Stadion GmbH, die auch die Kosten für den Umbau trägt. Ursprünglich waren rund zehn Millionen Euro vorgesehen. Aufgrund der drastisch gestiegenen Bau- und Materialkosten kann Clarissa Böckl, Geschäftsführerin des Sportparks, derzeit nicht sagen, wie teuer es am Ende wird. „Wir gehen weiterhin fest davon aus, dass wir alles hinbekommen, so wie wir den Zeitplan von Anfang an gestrickt haben“, sagt sie. Seit vergangenem Herbst wurden verschiedene vorbereitende Maßnahmen getroffen. Die Ausschreibung für die Arbeiten an der Tribüne steht kurz vor der Zuschlagserteilung. „Es müssen Stützen errichtet werden, weshalb Arbeiten bis in die Tiefgarage nötig sind“, erklärt Böckl. Die Errichtung von Sitzschalen, Kiosken, WC-Anlagen werden noch separat ausgeschrieben. Die meiste Arbeit kann während des Spielbetriebs erfolgen.

„Ich hoffe, es ist auch Auftrieb für die kommenden, entscheidenden Wochen“, sagte Josef bei der Übergabe der Baugenehmigung. Am Sonntag hat es erst einmal nichts genützt. Die Eintracht unterlag dem SC Freiburg 1:2.

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