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Das alte Revier in der Pfortenstraße in Fechenheim war zu klein und wurde geschlossen. Seither fühlen sich die Fechenheimer nicht mehr sicher.

Fechenheim

Mehr Polizeipräsenz im Frankfurter Osten

  • vonJanis Berling
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Seit der Zusammenlegung der beiden Polizeireviere 7 (Fechenheim) und 18 (Bergen-Enkheim) im Florianweg fühlen sich die Bürger der beiden östlichen Stadtteile nicht wirklich sicher in ihrem Umfeld.

Auch sechs Wochen nach der Zusammenlegung der beiden Polizeireviere 7 (Fechenheim) und 18 (Bergen-Enkheim) sind längst nicht alle Unklarheiten rund um die Umstrukturierung beseitigt. Mancher Fechenheimer befürchtet, dass durch die Schließung der alten Wache in der Pfortenstraße Präsenz und Sicherheit im Stadtteil verloren geht – er gar vernachlässigt werden könnte. Um diese Sorgen zu entkräften stand am Montagabend Polizeipräsident Gerhard Bereswill dem Ortsbeirat 11 und Bürgern Rede und Antwort.

Laut Bereswill ist es der Polizei in den ersten sechs Wochen durch die Fusion gelungen, ihre Präsenz zu erhöhen. Wie versprochen wären zu jeder Zeit mindestens drei statt bisher zwei Streifen in Bergen-Enkheim und in Fechenheim unterwegs. „Bei etwa 20 Prozent der Dienstzeit waren es sogar vier Streifen“, berichtet Bereswill stolz. Überdies habe die Polizei mehr Verkehrskontrollen machen können. Die Zahl der Kontrollstellen wurde laut dem Polizeipräsidenten um mehr als das Vierfache gesteigert, wobei die vor allem Fechenheim zugute komme.

Vor allem der neu eingerichtete Polizeiposten samt Schutzmann als Ansprechpartner in Fechenheim stoße auf eine hohe Akzeptanz bei den Bürgern, hob Bereswill hervor. „Unser Schutzmann vor Ort, Jürgen Gries, schildert ein durchgehend positives Feedback auf die neue Polizeipräsenz im Stadtteil.“

Insgesamt sei es im Zuge der Zusammenlegung gelungen, in Fechenheim alle Stelle zu erhalten, die Mitarbeiter seien in den neuen, moderneren Räumlichkeiten zufriedener.“

Seit dem 1. Juli sind das 7. und das 18. Revier im Florianweg 8 in Bergen-Enkheim zusammengelegt. Begründet wurde die Fusion mit den nicht mehr zeitgemäßen Zuständen in der alten Fechenheimer Wache. Das Revier war zu klein, die Beamten mussten sich Räume unter anderem mit der benachbarten Kindertagesstätte im Alten Rathaus teilen. Die Zusammenlegung mit dem Revier in Bergen sollte die Polizeiarbeit effizienter und moderner machen sowie die Präsenz der Beamten auf den Straßen beider östlicher Stadtteile nachhaltig erhöhen.

Umstrukturierungen auf einem guten Weg

Auch wenn der Polizeipräsident mit seinem endgültigen Fazit noch einige Wochen warten will, so sieht er die Umstrukturierungen auf einem guten Weg. Aber: „Unsere Versprechen an die Bürger bleiben. Wir wollen auch weiter schrittweise für mehr Polizeipräsenz sorgen“, verspricht der Präsident. So soll in Fechenheim in den kommenden drei bis vier Jahren wie in ganz Frankfurt zusätzliches Personal eingestellt werden.

Die Stimmung unter den anwesenden Fechenheimern bleibt jedoch weiter geteilt. Ein Bewohner monierte in der Sitzung, dass er sich seit der Revierschließung nicht mehr richtig sicher fühle. Vor allem die örtliche Drogenszene und die uneinsehbare Mainuferpromenade seien seit längerer Zeit ein Problem im Stadtteil.

Dagegen bescheinigt Jochen Werner vom Verein Zukunft Fechenheim der Polizei ein gutes Konzept. Zwar blieben nach wie vor Fragen und Kritik im Viertel offen, doch die Erfolge der Fusion würden sich in diversen Umfragen des Vereins bestätigen.

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