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Radfahrer haben es zuweilen schwer in der Stadt, hier auf der Friedberger Landstraße.  

Nordend

Mehr Platz für Fahrradfahrer im Nordend

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Der Ortsbeirat 3 lobt das Kompromisspaket der Bürgerinitative Radentscheid. Manchem geht das aber nicht weit genug.

Der Ortsbeirat 3 begrüßt die Pläne der Bürgerinitiative Radentscheid. Die Gruppe, die sich für eine fahrradfreundlichere Stadt einsetzt, hat das Kompromisspaket, das sie zusammen mit der Stadt beschlossen hatte, in der jüngsten Sitzung des Gremiums vorgestellt. Im Nordend sind gleich mehrere Straßen betroffen, auf denen zusätzliche Radwege und sicherere Kreuzungen angelegt werden sollen.

Dringenden Handlungsbedarf gibt es auf der Friedberger Landstraße, die von Politikern und BI als „Sorgenkind“ bezeichnet wurde. Die Strecke zwischen Innenstadt und Friedberger Platz soll nach dem Kompromiss 2020 um eine Autospur in jede Richtung reduziert werden, sagte Kai Röth von der BI. Radlern stünden dann mehr als drei Meter zur Verfügung. Zunächst werde das Vorhaben temporär umgesetzt, um es zu testen. Werde es langfristig realisiert, könnte mehr Grün entstehen, das die Aufenthaltsqualität für alle erhöht.

Der Oeder Weg werde zur „fahrradfreundlichen Nebenstraße“ umgestaltet, sagte Ansgar Hegerfeld von der BI. Auch in der Nordendstraße sei ein neuer Weg vorgesehenen. Detaillierte Pläne für die beiden Strecken gebe es derzeit noch keine. Die Kreuzung Friedberger Tor wolle die Stadt sicherer ausbauen. Nicht angegangen werde dagegen zunächst die Eckenheimer Landstraße. Dort müssten Radler zum Teil eng zwischen U-Bahnen und parkenden Autos fahren, sagte Hegerfeld. Kinder würde er dort keine fahren lassen – obwohl die Wege erst vor kurzem angelegt worden sind.

Die Grünen lobten den Radentscheid. „Was Ihr wollt, ist 1:1 unser Konzept“, sagte Michael Mirsch. Zustimmung kommt auch von Claudia Erhardt (CDU); der Kompromiss argumentiere nicht ideologisch und versuche, alle mitzunehmen. Sie forderte, dass auch die Radler künftig stärker kontrolliert werden müssten, nicht nur parkende Autos.

Hans-Joachim Habermann (Linke) forderte, dass der Kompromiss ein erster Anfang sein dürfe: „Die Autos müssen zur Nebenrolle werden.“ Der Radentscheid sei toll, doch der Kompromiss „scheiße“, sagte Manfred Zieran (Ökolinx). Dieser gehe nicht weit genug: „Die Autos müssen raus aus der Innenstadt!“  

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