Bürgerservice

Mehr Platz für das Bürgeramt in Frankfurt

  • schließen

Die zentrale Anlaufstelle des Bürgeramts an der Zeil soll umgebaut werden. Zugleich wird der Mietvertrag, wenn das Stadtparlament zustimmt, bis 2040 verlängert.

Frankfurt wächst. Seit kurzem leben mehr als 750 000 Menschen mit Erstwohnsitz in der Stadt. Und das Bürgeramt, Statistik und Wahlen an der Zeil braucht laut Magistrat mehr Platz, um das erhöhte Besucheraufkommen bewältigen zu können. Im Schnitt komme jeder Bürger schließlich einmal im Jahr dort hin, heißt es.

Stimmt das Stadtparlament einer entsprechenen Vorlage zu, wird das Gebäude, das seit 1990 als zentrale Anlaufstelle für die Frankfurter Bürger dient, daher in zwei Bauabschnitten umgebaut und erweitert werden. Etwa 745 Quadratmeter große zusätzliche Flächen sollen entstehen.

Die Arbeiten könnten der Vorlage nach im Juli dieses Jahres, also bewusst nach der Europawahl, beginnen und zunächst bis Juli 2020 andauern. Die zweite Bauphase soll nach der nächsten Bundestagswahl im November 2021 beginnen und etwa eineinhalb Jahre dauern.

Der Vermieter, eine Eigentümergemeinschaft, lässt die Arbeiten ausführen, deren Kosten der Vermieter auf fünf Millionen Euro schätzt. Als Ausgleich dafür, dass die Stadt zwei Bauphasen wünschte und entsprechend mit höheren Baupreissteigerungen zu rechnen ist, als wenn in einem Zug gebaut würde, beteiligt sie sich mit einem einmaligen Zuschlag in Höhe von 300 000 Euro an den Kosten.

Zugleich wird der Mietvertrag nach einer Vereinbarung, der die Stadtverordneten noch zustimmen müssen, um 20 Jahre verlängert. Er soll bis Mitte 2040 laufen. Zieht die Stadt ihr Sonderkündigungsrecht, um schon Mitte 2035 aus dem Vertrag zu kommen, muss sie dafür eine Strafe von 2,2 Millionen Euro zahlen.

Bisher überweist die Stadt der Vorlage nach für die Liegenschaft eine Miete von 16,24 Euro pro Quadratmeter. Künftig werden 16,57 Euro pro Quadratmeter fällig. Damit zahlt die Stadt dann 1,98 Millionen Euro Miete im Jahr für das Haus an der Ecke Lange Straße sowie unverändert knapp 197 000 Euro an Nebenkostenvorauszahlungen.

Auch die neue Miete werde deutlich unter dem Schnitt für eine durchschnittlich ausgebaute Gewerbeimmobilie in der Frankfurter City sein, heißt es. Diese liege nach dem jüngsten Gewerbemarktbericht der Industrie- und Handelskammer bei 20 Euro pro Quadratmeter.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare