In Kaffee-Vollautomaten, hier in der Galerie Unikart, ist oft der Kunststoff POM enthalten. 

Wirtschaft

Erweiterungen bei Celanese und BASF in Frankfurt

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Celanese und BASF erweitern ihre Produktionsanlagen. Beide Vorhaben erfolgen innerhalb geschlossener Bauten, versichern die Unternehmen.

Celanese und BASF bauen ihre Produktion im Industriepark Höchst aus. Das haben sie am Donnerstag beim Gesprächskreis der Nachbarn des Parks vorgestellt. Von beiden Erweiterungen werde von außen nicht viel zu sehen sein, versichern die Unternehmen. Der Ausbau erfolge innerhalb geschlossener Anlagen.

Celanese möchte die Kapazitäten für die Produktion des Kunststoffes POM erweitern. POM kommt bei höheren Temperaturen zum Einsatz, zum Beispiel in Benzinpumpen im Auto, in Kaffee-Vollautomaten oder in Duschköpfen. Aus dem Rohstoff Methanol, der über den Rhein aus Rotterdam anreist, schöpfen die Chemiker bislang 170 000 Tonnen POM-Granulat im Jahr, künftig dann 195 000 Tonnen.

Dafür muss Celanese ein bisschen um- und zusätzliche Silos einbauen. Die Anlage sei aber beim Umzug aus Kelsterbach 2011 – damals noch als Ticona, die dem Flughafenausbau weichen musste – so konzipiert worden, dass der Ausbau möglich sei, versichert der technische Leiter Matthias Göring. Außerdem entsteht eine neue 600 Quadratmeter große Lagerhalle für Verpackungsmaterial.

Die 2011 genehmigten Emissionswerte werden durch die Erweiterung nicht übertroffen, sagt Göring. Der Umbau beginne im dritten Quartal 2019, ab dem zweiten Quartal 2020 sollen die neuen Komponenten probeweise mitlaufen. Ende 2020 soll der Umbau abgeschlossen sein. Da muss Celanese die Anlage ohnehin für die alle fünf Jahre fällige Revision ausschalten.

Auch BASF muss umbauen, obschon gerade erst im Industriepark eingezogen. Aber das Unternehmen hat von Bayer nur die Produktion von Glufosinat-Ammonium übernommen, einem Mittel zur Unkrautbekämpfung. Was fehlt, ist eine Formulierungsanlage, die aus dem chemischen Grundstoff das Endprodukt herstellt, sagt Standortleiter Harald Bernard.

Die mischt dem Glufosinat-Ammonium Tenside, Frostschutz und Farbstoffe hinzu. Da gibt es regionale Vorlieben, sagt Bernard. Besagte Formulierungsanlage findet Platz im bestehenden Produktionsgebäude G 541, im Norden des Industrieparks gelegen.

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