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Immer in Bewegung: Kinder spielen im Günthersburgpark.
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Immer in Bewegung: Kinder spielen im Günthersburgpark.

Weltkindertag

Mehr Mitspracherechte für die Kleinen

  • Denis Hubert
    VonDenis Hubert
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Seit mehr als zehn Jahren feiert der Verein Abenteuerspielplatz Riederwald den Weltkindertag im Günthersburgpark.

Im Günthersburgpark versteht man am Sonntagnachmittag sein eigenes Wort nicht mehr. Wie wild toben Kinder auf Hüpfkissen, sausen die Rollenrutsche herunter und reiten auf einem Holzbullen. Ein kleines Mädchen klettert einen rund zehn Meter hohen Turm empor. „Super, Lisa, das schaffst du“, rufen die Großeltern hinauf. Sie animieren ihre Enkelin, noch höher zu steigen.

Die vergnügliche Stimmung kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um einen ernsten Anlass handelt. Mit dem bunten Treiben möchte der Verein Abenteuerspielplatz Riederwald darauf aufmerksam machen, dass auch Kinder Rechte haben. Anlass ist der Weltkindertag am morgigen Dienstag.

Unter dem Motto „Kindern ein Zuhause geben“ rufen das Deutsche Kinderhilfswerk und die Unesco dazu auf, die Interessen und Bedürfnisse von Kindern in das Zentrum von Politik und Gesellschaft zu stellen. „Eltern in Deutschland müssen besser unterstützt werden, ihren Kindern ein Zuhause geben zu können, das ihre vielfältigen Fähigkeiten und Begabungen fördert“, heißt es auf der Homepage des Weltkindertags.

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hatte ihren Mitgliedsstaaten 1954 empfohlen, weltweit einen Kindertag einzurichten – rund 145 Länder sind dem Aufruf gefolgt, darunter auch Deutschland. Die Vereinten Nationen selbst ehren die Heranwachsenden am 20. November: dem Jahrestag, an dem die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet wurde.

Erstmals auch Aktion im Kätcheslachpark

Seit mehr als zehn Jahren feiert der Verein Abenteuerspielplatz Riederwald den Weltkindertag im Günthersburgpark. Erstmals gibt es am kommenden Samstag eine ähnliche Veranstaltung im Kätcheslachpark auf dem Riedberg. „Das ist keine politische Diskussion, sondern ein Kinderfest“, sagt Vereinsvorsitzender Michael Paris.

Politisch wird es am morgigen Weltkindertag selbst. Dann übergibt der Verein Abenteuerspielplatz auf dem Römerberg rund 8000 Unterschriften zum Erhalt des Abenteuerspielplatzes Günthersburg an OB Peter Feldmann (SPD).

In seiner Rede macht Michael Paris am Sonntag auf Missstände aufmerksam. So müssten weltweit 60 bis 80 Millionen Kinder arbeiten, um das Überleben ihrer Familie zu sichern. Zwar hätten wir Glück, dass wir in einem Land lebten, in dem relativ viel für Kinder getan werde, so Paris. Trotzdem seien auch hier 20 Prozent der Kinder von Armut betroffen. Das sei aber kein Vergleich zu anderen Ländern: „In Deutschland muss kein Kind fünf Kilometer laufen, um einen Schluck Wasser zu bekommen.“

Die Probleme in der Welt erscheinen am Sonntag im Günthersburgpark weit weg. „Wir sind in erster Linie da, um einen Geburtstag zu feiern“, sagt Manuela Stiler, die sich mit Tochter Amelie von Kinderclown Eugenio unterhalten lässt. „In Frankfurt geht es den meisten Kindern ziemlich gut“, findet die Eschersheimerin.

Deshalb beschäftige sie Altersarmut mehr als Kinderarmut. „Wir durchleuchten eher, ob man Kindern zu viel Mitspracherecht gibt und nicht zu wenig.“

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