1. Startseite
  2. Frankfurt

Mehr Leben zwischen Beton

Erstellt:

Von: George Grodensky

Kommentare

Ideenwettbewerb sucht Vorschläge, um die Artenvielfalt in der Stadt zu verbessern

Mehr Biodiversität in der Stadt ermöglichen. Dafür loben Goethe-Universität, Palmengarten, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Umweltdezernat der Stadt Frankfurt und die Frankfurter Sparkasse einen Ideenwettbewerb aus. Noch bis 15. November können sich Einzelpersonen, Schulklassen, Projektgruppen oder Vereine mit Projektideen bewerben.

Die Sparkasse stiftet das Geld für drei Preise: 15 000 Euro (1. Preis), 10 000 Euro (2. Preis) und 5000 Euro (3. Preis) gibt es zu gewinnen. Gesucht werden realisierbare Projektideen, die modellhaft, kreativ und wirkungsvoll die städtische Biodiversität in Frankfurt erhalten und fördern und dabei das Gemeinwohl der Stadtgesellschaft im Blick haben. Die Konzepte können an bereits bestehende Projekte andocken oder ganz neue Ideen einbringen.

Die Jury ist hochkarätig besetzt. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität, ist dabei, Julia Krohmer von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Palmengartenleiterin Katja Heubach, Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) und Bernd Jenne, Sprecher der Frankfurter Sparkasse. Sie wählen aus den Eingängen zehn Beiträge für eine Shortlist aus.

Wer die Vorauswahl übersteht, darf ein detailliertes Konzept für sein Projekt entwerfen. Dafür stellen die auslobenden Institutionen Patinnen oder Paten zur Verfügung, die beraten. Außerdem organisieren sie einen Workshop im Februar 2023. Im März werden dann die drei besten Konzepte prämiert.

Das Arten- und Biotopkonzept der Stadt Frankfurt beschreibt bereits Handlungsfelder, an die Projektideen anknüpfen könnten. Den Reichtum der Arten erhalten, das geht nämlich auch in der Stadt. Man könnte urbane Waldgärten anlegen, mit geschlossenem Baumbestand.

Hilfreich ist es auch, unversiegelte Flächen so zu belassen und zuvor versiegelte Flächen neu zu bepflanzen. Ebenso: Grünflächen zu vernetzen, urbane Gemüsegärten auf vorherigen Grünstreifen anzulegen, Pflanzen zu setzen, die hochspezialisierten Arten als Nahrung dienen, sowie neue Lebensräume zu schaffen wie Wasserflächen und Totholzhaufen.

Tipps zur Wahrung der biologischen Vielfalt finden sich auch bei der Europäischen Kommission: Aufräumaktionen in der Nachbarschaft organisieren, Lichtverschmutzung eindämmen, regionale, am besten Bio-Produkte einkaufen, private Gärten oder gar den Arbeitsplatz mit verschiedenen Pflanzen versehen.

Info und Bewerbung sind möglich auf der Internetseite: www.ideen-biodiversitaet-frankfurt.de

Auch interessant

Kommentare