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Wohnen in Frankfurt

Frankfurter Immobilienmarkt: Mehr Käufer aus dem Ausland

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Die internationale Nachfrage nach Wohnraum in Frankfurt wächst weiter. Begehrt bei Kapitalanlegern sind vor allem kleinere Wohnungen.

Käufer aus dem Ausland spielen eine immer größere Rolle auf dem Frankfurter Immobilienmarkt. Das zeigt nun auch ein Marktreport des Baufinanzierers Hüttig & Rompf für Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet, für den anonym Finanzierungen ausgewertet wurden.

Bei 37 Prozent der Käufer von Eigenheimen oder Wohnungen, die selbst einziehen wollen, handelt es sich inzwischen um Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft. Das ist ein Plus von 15 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahresreport. Bei den Kapitalanlegern stieg der Anteil ausländischer Käufer um 13 Prozentpunkte auf nun 30 Prozent. Auch das Frankfurter Umland rückt bei diesem Käuferkreis zunehmend in den Fokus. Für Vorstand Ditmar Rompf zeigt die Entwicklung den internationalen Stellenwert Frankfurts, aber auch die Auswirkungen des nahenden Brexits.

Finanziert werden deutlich kleinere Objekte als zuletzt. Das durchschnittliche Eigenheim, das Eigennutzer mit Hilfe von Krediten erwarben, ist derzeit 94 Quadratmeter groß. Vor zwei Jahren hätten die finanzierten Immobilien im Schnitt noch eine Größe von 129 Quadratmetern gehabt, sagt Rompf.

Klein und teuer

Kapitalanleger kauften im Schnitt sogar nur 61 Quadratmeter große Wohnungen. Das dürfte auch damit zusammenhängen, dass Projektentwickler teils bewusst kleinere Einheiten schaffen, weil sich diese besser an Kapitalanleger verkaufen lassen als größere, in der Summe teurere Wohnungen.

Trotz dem Trends zum Kauf von kleineren Wohnungen oder Eigenheimen sind die zu finanzierenden Kaufpreise nach Zahlen aus dem Report sogar gestiegen. Inzwischen ließen sich etwa Eigennutzer ihre Immobilie im Schnitt gut 541 000 Euro kosten. Das sei ein Anstieg um mehr als 200 000 Euro gegenüber den Vorjahreszahlen, heißt es.

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