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Mehr Grün und weniger Steine auf Frankfurter Plätzen

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Von: Georg Leppert

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Der Goetheplatz, eine von vielen Betonwüsten in Frankfurt.
Der Goetheplatz, eine von vielen Betonwüsten in Frankfurt. © Michael Schick

Die Stadtverordneten wollen ein Konzept zur Entsiegelung von Flächen - darüber sind sich Koalition und Opposition einig. Nur das Wie muss noch geklärt werden.

Wie werden aus Betonwüsten wieder Plätze, auf denen die Menschen gerne verweilen? Dieses Thema beschäftigte das Stadtparlament am Donnerstag zu später Stunde. Am Ende stand ein Beschluss: Plätze in Frankfurt sollen entsiegelt werden. Wann und in welcher Reihenfolge, muss noch geklärt werden.

Dass große versiegelte Flächen, wie man sie in der Frankfurter Innenstadt, aber auch in Stadtteilen wie Preungesheim, Riedberg oder Seckbach findet, ein Problem für das Klima sind, machte der FDP-Stadtverordnete Julian Langner deutlich. Zum einen fehlten Versickerungsflächen für Niederschläge, heißt es in dem Antrag, den die Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt eingebracht hatte. Zum anderen heizten sich entsprechende Areale im Sommer massiv auf. Langner machte aber auch deutlich, dass die Entsiegelung von Plätzen Spielraum schaffe, um Flächen an anderer Stelle zu versiegeln.

Prioritätenliste für Plätze in Frankfurt erstellen

Gefragt ist nun ein Konzept. Zwei Plätze pro Jahr könnten entsiegelt werden, glauben die Stadtverordneten. Der Magistrat soll jetzt prüfen, auf welche Flächen die Stadt überhaupt Zugriff hat und wie viel eine Entsiegelung kosten würde. Die Prüfung umfasst auch Schulhöfe.

Ziel sei es, dass städtische Plätze auf mindestens der Hälfte ihrer Flächen entsiegelt oder begrünt würden. Dabei sei auch zu berücksichtigen, ob auf dem Areal regelmäßige Veranstaltungen wie Märkte oder Volksfeste stattfänden. Vorrang haben die Flächen, die laut Klimaplanatlas besonders schnell überhitzen oder bei denen die Gefahr einer Überflutung besonders groß ist. Der Magistrat soll eine Prioritätenliste aufstellen.

Eine solche Liste hält Susanne Serke (CDU) für wichtig und sinnvoll. Die CDU stimmte dem Antrag zu. Serke betonte aber, dass die Ortsbeiräte unbedingt in die Planungen einbezogen werden müssten, wie es in dem Antrag vorgesehen ist. Ihr fehle der Glaube, dass die Koalition eine breite Beteiligung der Bürger:innen sicherstellen werde, sagte die CDU-Stadtverordnete.

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