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Der Industriepark Hoechst.

Industriepark Höchst

Mehr Geruchsbelästigungen durch Industriepark

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Infraserv misst 2018 wieder mehr Gerüche im Industriepark Höchst. Eventuell stecke dahinter der ungewöhnlich warme Sommer.

Das Jahr 2018 ist ein ziemlicher Stinker. Zumindest haben die professionellen Schnüffler des Industrieparks in den angrenzenden Stadtteilen mehr Geruchsbelästigungen festgestellt als im Vorjahr. Das hat Infraserv am Donnerstag im Gesprächskreis der Nachbarn des Industrieparks bekanntgegeben.

Konkret geht es um die sogenannten Chemiegerüche. Die Zahlen der Belästigungen aus dem Bereich Bioanlage und Klärschlamm seien gleich geblieben. Auch die Zahl der Anwohner-Beschwerden ist auf Vorjahresniveau. Aber einen deutlich wahrnehmbaren Chemiegeruch habe es gegeben, konstatiert Guido Schmitt, bei Infraserv für den Umweltschutz zuständig.

Im Betriebsgeschehen habe sich nichts verändert, wundert sich Schmitt. Er vermutet, der ungewöhnlich warme Sommer stecke hinter den Gerüchen, die Kombination aus schwachen Nord/Nordost-Winden und hohen Temperaturen. 2017 hat es 66 Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad Celsius gegeben. 2018 waren es 83 solcher Tage.

„Wir wollen das nicht so stehen lassen“, verspricht Schmitt. Infraserv wage einen neuen Anlauf in Sachen elektronischer Nase. Also mit Messgeräten, die Gerüche unmittelbar weitermelden könnten, damit der Park schneller reagieren könne. Das letzte Experiment damit sei vor zehn Jahren gewesen. Bürger sollten weiterhin Gerüche melden, sagt Schmitt. Bürgertelefon: 069 / 305 40 00. Infraserv veröffentlicht monatlich die Geruchsmessungen auf www.ihr-nachbar.de.

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