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Frankfurt setzt auf sozialen Wohnungsbau: Mehr Geld für geförderte Wohnungen

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Von: Christoph Manus

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Grundsteinlegung im Schönhofviertel.
In Frankfurt wird selbst in der Krise noch verhältnismäßig viel gebaut. Nun könnten, wie hier auf dem früheren Siemens-Areal, auch wieder mehr Sozialwohnungen entstehen. © Peter Jülich

In Frankfurt soll der Wohnungsetat nächstes Jahr stark steigen. Damit will die Stadt auf die steigende Nachfrage nach Fördergeld für sozialen Wohnungsbau reagieren.

Frankfurt – Die Stadt wird im Haushalt für das Jahr 2023 mehr als doppelt so viel Geld für den Bau geförderter Wohnungen bereitstellen als bisher. Das hat Planungsdezernent Mike Josef (SPD) am Freitag angekündigt. Statt mit 50 Millionen Euro soll der Wohnungsetat, mit dem die Stadt auch die energetische Sanierung und den barrierefreien Umbau von Wohnungen unterstützt, dann mit 120 Millionen Euro ausgestattet sein. Das sei im Magistrat vereinbart.

Mit der starken Erhöhung der Mittel reagiere die Stadt auf die deutlich gestiegene Nachfrage nach Fördermitteln für den Bau von Sozialwohnungen und Wohnungen des Förderwegs 2, teilt Josef mit. Schon im laufenden Jahr hätten diese nicht ausgereicht, so dass das Dezernat zusätzliche 31 Millionen Euro beantragen musste, die am Donnerstag von den Stadtverordneten bewilligt wurden.

Frankfurt setzt auf sozialen Wohnungsbau: 30 Prozent der Neubauten müssen gefördert sein

Dieses Geld brauche die Stadt etwa, um den Bau von 316 geförderten Wohnungen im Konversionsquartier auf dem früheren Avaya-Areal im Gallus zu ermöglichen. Dort entstünden 193 Sozialwohnungen, die zu Mieten ab 5,50 Euro pro Quadratmeter zu haben sind und 123 Wohnungen des Förderwegs 2 für Mieten ab 8,50 Euro pro Quadratmeter. Neun Millionen Euro davon steuert das von Stefan Majer (Grüne) geführte Mobilitätsdezernat bei. Der Bau geförderter Wohnungen sei ihm „ein Herzensanliegen“, erklärte dieser.

Das steigende Interesse an den Darlehen und Zuschüssen für den sozialen Wohnungsbau erklärt Josef mit der seit einigen Jahren geltenden Vorgabe, in neuen Gebieten zu 30 Prozent geförderten Wohnungsbau zu errichten, deren Einhaltung die Stadt konsequent einfordere. Nach jeweils nur etwa 40 Sozialwohnungen in den Jahren 2019 und 2020 sind im vergangenen Jahr immerhin 243 Wohnungen des ersten Förderwegs fertiggestellt worden. In den kommenden Jahren werden die Zahlen angesichts großer Neubauprojekte steigen. So sollen etwa im Neubauquartier am Rebstock 159 und im Schönhofviertel mehr als 300 Sozialwohnungen entstehen. (Christoph Manus)

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