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Die Kletterhalle des DAV in Frankfurt.
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Die Kletterhalle des DAV in Frankfurt.

Vereine in Frankfurt

Mehr Geld für Bürgerhäuser

  • Claus-Jürgen Göpfert
    VonClaus-Jürgen Göpfert
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Die SPD beklagt einen zunehmenden Sanierungsstau. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher im Bereich der Fastnachts- und Festveranstaltungen geht deutlich zurück.

Der Befund klingt alarmierend. Von zunehmender „Vereinsmüdigkeit“ in Frankfurt spricht Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) in einem Bericht an die Stadtverordneten. „Viele Vereine suchen oft verzweifelt nach neuen Mitgliedern und Nachwuchs für ehrenamtliche Vereinsaufgaben.“ Gerade den jüngeren Menschen fehle es oft an Zeit und Motivation, um sich in traditionellen Vereinen zu engagieren. Der Stadtrat reagiert auf eine Anfrage der SPD-Fraktion im Römer vom 11. Februar. Sie hatte wissen wollen, wie die 27 Bürgerhäuser der Stadt ausgelastet sind und welche Bedeutung sie noch haben.

Tatsächlich ist auffällig, dass die Zahl der Besucherinnen und Besucher im Bereich der Fastnachts- und Festveranstaltungen im vergangenen Jahr stark eingebrochen ist: Um gut zwölf Prozent auf 256 329. Einen ähnlich starken Rückgang gab es mit 11,5 Prozent bei Familienfeiern. An ihnen nahmen 2014 nur noch 23 177 Personen teil. Auch Seminare und Verkaufsausstellungen verzeichneten weniger Zuspruch. Hier ging die Zahl der Besucherinnen und Besucher um 7,2 Prozent auf 427 774 zurück.

Positiv entwickelten sich dagegen Sportveranstaltungen mit einem Plus von 2,8 Prozent auf 458 022 Personen. Auffällig ist der Zuwachs bei Prüfungen und Nutzungen durch Schulen. Es wurde ein Plus von 5,9 Prozent auf 140 445 Personen registriert. Dies könnte damit zu tun haben, dass es in den Schulen aufgrund stärkerer Schülerzahlen immer mehr Platzprobleme gibt.

„Die Bürgerhäuser haben nach wie vor eine wichtige Funktion für die Menschen in der Stadt“, urteilt der SPD-Fraktionsvorsitzende im Römer, Klaus Oesterling. Die SPD fordert, in die städtische Saalbau endlich wieder zu investieren. „Der Sanierungsbedarf wächst, der Sanierungsstau muss aufgelöst werden.“

Frank Junker, der Geschäftsführer der ABG Holding, zu der auch die Saalbau zählt, widerspricht: „Es gibt keinen Sanierungsstau“. Tatsächlich habe die Gesellschaft in den zurückliegenden Jahren mehr als 20 Millionen Euro in die Bürgerhäuser investiert. „Alle Häuser sind in einem guten Zustand, größere Arbeiten stehen nirgendwo an.“ Reduziert habe die Saalbau nur das Verwaltungspersonal. Der Service in den Häusern vor Ort habe dagegen überhaupt nicht gelitten, urteilt Junker.

SPD-Fraktionschef Oesterling sieht wie der Magistrat ebenfalls „einen Umbruch“ bei den Vereinen der Stadt. Es existierten „hochattraktive Bereiche“ wie der Sport und „Problembereiche“ wie zum Beispiel Männergesangsvereine und Karnevalsvereine. Gerade bei den Migranten erfreuten sich die Bürgerhäuser immer größerer Beliebtheit.

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