Frauennotruf

Frankfurt: Mehr Frauen suchen Hilfe

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Die Zahl der Notrufe ist gestiegen. Vergewaltigungsdelikte dominieren die Statistik.

Die Beratungsstelle Frauennotruf hat ihre Jahresstatistik veröffentlicht. Demnach wandten sich im vergangenen Jahr 667 hilfesuchende Frauen in Frankfurt an die Beratungsstelle. 2017 waren es 659 Frauen gewesen.

289 Frauen meldeten sich nach Körperverletzungsdelikten. In 196 Fällen handelte es sich um eine versuchte oder vollendete Vergewaltigung. In 41 Fällen ging es um sexuelle Belästigungen. Die restlichen Vorfälle wurden weiteren Formen von Gewalt, wie beispielsweise psychische oder digitale Gewalt, Stalking, Bedrohungen oder Belästigungen zugeordnet.

Andrea Bocian von der Beratungsstelle berichtet, dass die Hilfegesuche marginal, aber stetig stiegen. Es würden nicht unbedingt die Gewaltdelikte zunehmen, es wendeten sich allerdings mehr Frauen an den Notruf. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.frauennotruf-frankfurt.de. Die Notrufnummer lautet 069/70 94 94.

Die Beratungsstelle Frauennotruf gibt es seit 1982, sie gehört zum Verein Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen und Mädchen. Sie erhält Fördergeld von der Stadt und Projektgeld vom Land Hessen.

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